Stadtportrait - Chronik von Filderstadt


Chroniken der fünf Teilgemeinden


Die Geschichte der Stadt Filderstadt beginnt zwar erst im Jahr 1975, auf den fruchtbaren Böden der südlichen Filderebene ist aber schon seit Jahrtausenden eine kontinuierliche Besiedlung nachweisbar, wie z. B. jene jungsteinzeitliche Siedlung von 5000 v. Chr., die 1990 am südlichen Ortsrand von Bernhausen ausgegraben wurde.

Mit der Ersterwähnung von Bernhausen 1089 wurde erstmals ein Ort auf den Fildern erwähnt. Der Name "Filder" (abgeleitet von Felder) verweist auf die fruchtbaren Böden, diese waren auch Voraussetzung dafür, dass die Filderorte über Jahrhunderte die "Vorratskammer" der nahe gelegenen Residenz waren. Seit dem 18. Jahrhundert spielte das Filder-Spitzkraut eine zunehmend wichtige Rolle, seit dem 19. Jahrhundert versorgten die Filder nicht nur Stuttgart, sondern das gesamte Württemberg.

Abseits von den Schienenwegen gelegen, ging die industrielle Entwicklung an den südlichen Fildern nahezu spurlos vorüber. Auch die 1897 erbaute Filderbahn änderte daran wenig. Noch bis in den 1930er Jahre dominierte der ländliche Charakter. Umso stürmischer verlief die Entwicklung in der Nachkriegszeit: In wenigen Jahrzehnten vervielfachte sich die Einwohnerzahl, auch zahlreiche Industriebetriebe siedelten sich an, zumal Filderstadt durch Flughafen und Autobahn eine sehr günstige Verkehrsanbindung hat.