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Stadtentwicklungskonzept

Zukunftsweg Filderstadt

 

Integriertes Stadtentwicklungskonzepts - wie will Filderstadt dieses für sich einsetzen?
Die Stadt Filderstadt versteht unter einem integrierten Stadtentwicklungskonzept ein zentrales Steuerungsinstrument zur künftigen Entwicklung der Stadt, das über die Aufgaben der Stadtplanung und Bauleitplanung hinaus greift. Neben der Aufbereitung des Ist-Zustandes, der vorhandenen Projekte und der laufenden Planungen werden diese nach einem intensiven Beteiligungsprozess mit allen Akteuren der Stadt einer Bewertung sowie einer anschließenden Zieldiskussion zu einem strategischen Plan zusammengefasst.

Filderstadt setzt auf Leitbilder:
Mit dem ISEK werden die bisherigen Projekte und Entwicklungsschritte in Filderstadt zu einem Gesamtkonzept zusammengefasst, Teilkonzepte werden transparent gemacht und durch Abstimmung zwischen den Ressorts optimiert.

Der Zeitpunkt zur Erarbeitung eines ISEK ist günstig. Demnächst steht die Fortschreibung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans, die Erstellung eines Einzelhandelskonzepts, eines Schulentwicklungsplans, eines Integrationskonzeptes, eines Seniorenplans und eines Stadtmarketingkonzepts an.


Filderstadt geht einen eigenen Weg:
Das ISEK bietet die erstmalige Chance, gemeinsam mit der Bevölkerung, dem Gemeinderat und der Verwaltung nicht nur Visionen und Leitlinien zu entwickeln. Unter der Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen, können im zweiten Schritt auch konkrete Maßnahmen aufgeführt und eine Dringlichkeitswertung vorgenommen werden. Somit wird die Stadt ihrem Anspruch gerecht, umfassende Bürgerbeteiligung zu leben, d.h. Bürgerinnen und Bürger respektvoll auf „Augenhöhe“ bei der strategischen Planung zu berücksichtigen und zur aktiven Mitwirkung zu motivieren.


Wer wird beteiligt? - die Rolle des Gemeinderats
In allen Phasen des Prozesses wird der Gemeinderat von der Verwaltung informiert und entscheidet abschließend sowohl über den Prozess selbst als auch über die Rahmenbedingungen, die Ziele, Maßnahmen, die Finanzierung und den Zeitplan.


Rückblick:

Vor einem Jahr hatten Filderstädter Bürgerinnen und Bürger in der "Zukunftswerkstatt" Vorschläge zur weiteren Entwicklung des "Zentrums der Filder" gemacht. Der damalige Auftrag an die Verwaltung: Diese Ideen aufgreifen und in Pläne sowie Tabellen fassen. Nun präsentierten die Leiter der verschiedenen städtischen Ämter die Ergebnisse ihrer einjährigen Arbeit und bekamen dafür viel Rückenwind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz. So zumindest lautete das Fazit von Dr. Christine Grüger, die zusammen mit ihrem Kollegen Dirk Kron von der Firma "cg Konzept" die Veranstaltung moderiert hatte.

Zehn Themen - viele Ideen

Zehn höchst unterschiedliche Themenfelder wurden von den rund 90 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Eines davon: das "Leben in den Stadtteilen", wo eine großzügigere Stadtplanung gewünscht wurde, aber auch die Schaffung von Wohnraum im Innen- und Außenbereich der Orte, wobei auf angemessene Dichte geachtet werden sollte. Mit der Nahmobilität beschäftigte sich eine weitere Gruppe. Von ihr wurde der Wunsch nach einem Verkehrsentwicklungsplan und der weiteren Verbesserung des ÖPNV sowie des Radwegenetzes geäußert. Den Schutz der Freiräume der Stadt, wozu unter anderem auch die wertvollen Streuobstwiesenbestände sowie die Bäche gehören, lag der Gruppe "Freiräume in Stadt und Landschaft" am Herzen. Die Vorbildfunktion der Stadt beim Energiesparen gehörte für die Gruppe rund um das Thema "Energie und Klima" zu den wichtigen Punkten. Auf die Pflege der bereits in Filderstadt angesiedelten Betriebe wollen die Bürgerinnen und Bürger im Themenfeld "Wirtschaft und Arbeit" das Hauptaugenmerk gerichtet wissen. Zudem sollten die bestehenden Bebauungspläne flexibel an den Bedarf angepasst und das Stadtmarketing verstärkt werden.

Treffpunkte Gesundheit und Bewegung

Nach Meinung der Gruppe "Kunst und Kultur" sollten die bereits bestehenden Netzwerke in diesem Bereich gestärkt werden. Eine weitere Forderung war, dass sich die Kommune als Kulturstadt präsentiere. Im Themenfeld "Aufwachsen und Lernen" kam der Wunsch nach einem Bildungshaus auf, das die Verbindung zwischen Kindergärten, Schulen und Eltern herstellt. Im Bereich "Älter werden" gilt als wichtiger Punkt die Einrichtung von Hospizbetten. Eine "Sprachförderung von der Wiege bis zur Bahre" wurde für die Integration von Migrantinnen und Migranten gefordert. Die Schaffung von Treffpunkten für Gesundheit und Bewegung stand ganz weit oben auf der Liste der Gruppe" Gesundheit" - ergänzt durch die Forderung nach einer bedarfsorientierten Vereinsförderung und einer Bedarfsanalyse für Sport- und Freizeitstätten.

Ergebnisse kommen in den Gemeinderat

Auf der Wunschliste sämtlicher Teilnehmer der Stadtkonferenz stand - für viele überraschend - die Rekommunalisierung des Energienetzes ganz oben - knapp gefolgt von Projekten rund um Sprachförderung und Begegnung. Ebenfalls sehr wichtig sind alternative Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser und Betreutes Wohnen. Diese Ergebnisse sollen in den kommenden Monaten im Gemeinderat diskutiert werden. "Im Juli wird das Gremium das integrierte Stadtkonzept beschließen", schilderte Gabriele Dönig-Poppensieker den Zeitplan. Für sie war die Veranstaltung eine tolle Erfahrung. "Ich danke allen für die tolle und engagierte Mitarbeit", so die Oberbürgermeisterin am Ende der Stadtkonferenz. (tk)


Rückblick

Ein solches integriertes Stadtentwicklungskonzept ist ein Steuerungsinstrument zur künftigen Entwicklung der Stadt, das vor allem mit Hilfe der Bürgerschaft, des Gemeinderats und der Verwaltung in einem längeren Diskussionsprozess entwickelt werden soll.

Der Gemeinderat hat der Erstellung eines solchen Plans mit Hilfe einer umfassenden Beteiligung zugestimmt. Im Sommer 2009 wurde mit verschiedenen Veranstaltungen im "Dialogsommer" der Anfang gemacht. Das eigentliche Beteiligungsverfahren erfolgte im Herbst 2009 in verschiedenen Arbeitsgruppen zu den unterschiedlichsten Themen.

Mit einem endgültigen Beschluss durch den Gemeinderat ist im Laufe des Jahres 2011 zu rechnen.

Nach der Sommerpause 2009 begann die eigentliche, leicht veränderte Beteiligungsphase für Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats, der Verwaltung, von Vereinen, Kirchen, Schulen, Verbänden und Bürgergruppen. Start-up Veranstaltung war am 20. November 2009, in der unter anderem zu zehn Handlungsfeldern gearbeitet wurde.

 

Kontakt:

Referat für Bürgerbeteiligung & Stadtentwicklung:
Herr T. Haigis, Tel. 0711 7003-375
Frau J. Grillhiesl-Mauz, Tel. 0711 7003-374
Frau I. Hörz, Tel. 0711 7003-373
E-Mail: buergerreferat@filderstadt.de



 

Änderungsdatum 26.09.2012 10:00
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