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Vor einem Jahr hatten Filderstädter Bürgerinnen und Bürger in der "Zukunftswerkstatt" Vorschläge zur weiteren Entwicklung des "Zentrums der Filder" gemacht. Der damalige Auftrag an die Verwaltung: Diese Ideen aufgreifen und in Pläne sowie Tabellen fassen. Nun präsentierten die Leiter der verschiedenen städtischen Ämter die Ergebnisse ihrer einjährigen Arbeit und bekamen dafür viel Rückenwind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz. So zumindest lautete das Fazit von Dr. Christine Grüger, die zusammen mit ihrem Kollegen Dirk Kron von der Firma "cg Konzept" die Veranstaltung moderiert hatte.
Zehn Themen - viele Ideen
Zehn höchst unterschiedliche Themenfelder wurden von den rund 90 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Eines davon: das "Leben in den Stadtteilen", wo eine großzügigere Stadtplanung gewünscht wurde, aber auch die Schaffung von Wohnraum im Innen- und Außenbereich der Orte, wobei auf angemessene Dichte geachtet werden sollte. Mit der Nahmobilität beschäftigte sich eine weitere Gruppe. Von ihr wurde der Wunsch nach einem Verkehrsentwicklungsplan und der weiteren Verbesserung des ÖPNV sowie des Radwegenetzes geäußert. Den Schutz der Freiräume der Stadt, wozu unter anderem auch die wertvollen Streuobstwiesenbestände sowie die Bäche gehören, lag der Gruppe "Freiräume in Stadt und Landschaft" am Herzen. Die Vorbildfunktion der Stadt beim Energiesparen gehörte für die Gruppe rund um das Thema "Energie und Klima" zu den wichtigen Punkten. Auf die Pflege der bereits in Filderstadt angesiedelten Betriebe wollen die Bürgerinnen und Bürger im Themenfeld "Wirtschaft und Arbeit" das Hauptaugenmerk gerichtet wissen. Zudem sollten die bestehenden Bebauungspläne flexibel an den Bedarf angepasst und das Stadtmarketing verstärkt werden.
Treffpunkte Gesundheit und Bewegung
Nach Meinung der Gruppe "Kunst und Kultur" sollten die bereits bestehenden Netzwerke in diesem Bereich gestärkt werden. Eine weitere Forderung war, dass sich die Kommune als Kulturstadt präsentiere. Im Themenfeld "Aufwachsen und Lernen" kam der Wunsch nach einem Bildungshaus auf, das die Verbindung zwischen Kindergärten, Schulen und Eltern herstellt. Im Bereich "Älter werden" gilt als wichtiger Punkt die Einrichtung von Hospizbetten. Eine "Sprachförderung von der Wiege bis zur Bahre" wurde für die Integration von Migrantinnen und Migranten gefordert. Die Schaffung von Treffpunkten für Gesundheit und Bewegung stand ganz weit oben auf der Liste der Gruppe" Gesundheit" - ergänzt durch die Forderung nach einer bedarfsorientierten Vereinsförderung und einer Bedarfsanalyse für Sport- und Freizeitstätten.
Ergebnisse kommen in den Gemeinderat
Auf der Wunschliste sämtlicher Teilnehmer der Stadtkonferenz stand - für viele überraschend - die Rekommunalisierung des Energienetzes ganz oben - knapp gefolgt von Projekten rund um Sprachförderung und Begegnung. Ebenfalls sehr wichtig sind alternative Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser und Betreutes Wohnen. Diese Ergebnisse sollen in den kommenden Monaten im Gemeinderat diskutiert werden. "Im Juli wird das Gremium das integrierte Stadtkonzept beschließen", schilderte Gabriele Dönig-Poppensieker den Zeitplan. Für sie war die Veranstaltung eine tolle Erfahrung. "Ich danke allen für die tolle und engagierte Mitarbeit", so die Oberbürgermeisterin am Ende der Stadtkonferenz. (tk)
Rückblick
Ein solches integriertes Stadtentwicklungskonzept ist ein Steuerungsinstrument zur künftigen Entwicklung der Stadt, das vor allem mit Hilfe der Bürgerschaft, des Gemeinderats und der Verwaltung in einem längeren Diskussionsprozess entwickelt werden soll.
Der Gemeinderat hat der Erstellung eines solchen Plans mit Hilfe einer umfassenden Beteiligung zugestimmt. Im Sommer 2009 wurde mit verschiedenen Veranstaltungen im "Dialogsommer" der Anfang gemacht. Das eigentliche Beteiligungsverfahren erfolgte im Herbst 2009 in verschiedenen Arbeitsgruppen zu den unterschiedlichsten Themen.
Mit einem endgültigen Beschluss durch den Gemeinderat ist im Laufe des Jahres 2011 zu rechnen.
Nach der Sommerpause 2009 begann die eigentliche, leicht veränderte Beteiligungsphase für Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats, der Verwaltung, von Vereinen, Kirchen, Schulen, Verbänden und Bürgergruppen. Start-up Veranstaltung war am 20. November 2009, in der unter anderem zu zehn Handlungsfeldern gearbeitet wurde.
Kontakt:
Referat für Bürgerbeteiligung & Stadtentwicklung:
Herr T. Haigis, Tel. 0711 7003-375
Frau J. Grillhiesl-Mauz, Tel. 0711 7003-374
Frau I. Hörz, Tel. 0711 7003-373
E-Mail: buergerreferat@filderstadt.de
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