Schulprojekte
Muss ich immer dabei sein?
Schulprojekt "Achtung Schuldenfalle" des Referats für Chancengleichheit vermittelt wichtige Erkenntnisse
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Tolle Klamotten, Handygebühren, Versandhandel, Klingeltöne fürs Handy, schnell mal im Internet bestellen – die Verführung zum Geldausgeben ist groß, vor allem für Jugendliche, die in diesem Bereich oft noch überfordert sind. Genau hier setzt das Schulprojekt „Achtung Schuldenfalle“ an: Wie gehe ich vernünftig mit Geld um? Wofür gebe ich mein Geld aus? Muss ich immer beim „letzten Schrei“ dabei sein? Bereits zum zweiten Mal wird der Kurs im Rahmen des Projektnachmittags an der GHS Jahnschule Harthausen angeboten und von zahlreichen HauptschülerInnen der Klasse 5 bis 8 gut angenommen. Kursleiterin ist die pädagogische Assistentin. Gertraud Kloha Zaißer, die mit unterschiedlichen, abwechslungsreichen Angeboten die Schüler beim Thema Geld zum Nachdenken anregt – und das mit nachhaltigem Erfolg. „Der Kurs hat mir viel gebracht“, meint Sven aus der 8. Klasse. „Ich werde nicht mehr so leichtfertig mit Geld umgehen. Ich werde auch im Internet beim Bestellen immer genau das Kleingedruckte lesen.“ Die Jugendlichen haben heute im Vergleich zu früher beinahe unbegrenzte Möglichkeiten, in Verführung gebracht zu werden, sei es durch ausgeklügelte Werbung, durch den schnellen Klick im Internet oder den leichtfertigen Tastendruck am Handy. Daher legt Kloha-Zaißer auch großen Wert auf das Thema Werbung. Die Schüler erstellen eine Mindmap und ergründen, was Werbung bezwecken soll, warum das tolle Image als so bedeutungsvoll hingestellt wird. Für die Kursleiterin ist ein wichtiges Fazit des Projektangebots: „Die Kinder sollen überlegen lernen, muss ich immer unbedingt dazugehören und wofür gebe ich mein Geld aus.“ Die Angebote im Kurs sind abwechslungsreich und erreichen die Schüler: sie erstellen einen Steckbrief, machen eine Umfrage zum Thema Taschengeld, erfahren einiges über die rechtliche Situation von Jugendlichen, benutzen einen Taschengeldplaner, machen Bankspiele im Internet, erleben im Internet Taschengeldgangster und analysieren Werbesprüche. „Ich habe jetzt eine andere Einstellung zum Geld“, gibt Nico (8. Klasse) zu. „Ich werde mir in Zukunft mehr Gedanken darüber machen.“ Chalil aus der 7. Klasse ist sich nach dem Kurs umso mehr bewusst, „wie wichtig es ist, dass man sein Geld richtig verwalten kann und dass man mit Geld clever umgehen kann. Immerhin ist es ja mein Geld.“ Maria (5. Klasse) will sich in Zukunft beim Shoppen „mehr Gedanken machen, auch wenn mir das nicht leicht fällt.“ Über diese Nachhaltigkeit freut sich Rektor Ullrich Heller, der dankbar ist, dass dieses Kursangebot durch das Filderstädter Referat für Chancengleichheit ermöglicht wird: „Die Kinder erlernen hier wichtige Erkenntnisse für ihre Zukunft.“ Angesichts einer Verschuldung von 15 Prozent der 14- bis 21-jährigen Jugendlichen, die Verbindlichkeiten von rund 1800 Euro haben, ist auch dringender Handlungsbedarf angesagt, den die Leiterin des Referats Edeltraud Herrmann erkannt und in die Tat umgesetzt hat. „Ich weiß jetzt, wie schnell man in eine Vertragsfalle im Internet tappen kann“, bekennt Marvin. „Sonst wird es teuer“, mischt Sven sich ein. „Man muss ganz arg aufpassen“, meint Ogün (6. Klasse). Eins ist sicher: Die Teilnehmer des Kurses werden in Zukunft finanziell sicher mehr auf der Hut sein. |
In dem Projektkurs „Achtung Schuldenfalle“ erstellen die SchülerInnen der Jahnschule eine Mindmap und hinterfragen die Wirkungsweise und Absicht von Werbung. In dem Projektkurs „Achtung Schuldenfalle“ machen sich die SchülerInnen der Jahnschule Gedanken zum Thema Geld und erstellen eine Mindmap.



