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Flagge gegen „Gewalt an Frauen“ zeigen

„Gewalt ist ein No-Go!“

FILDERSTADT. Vergangenen Freitag, kurz vor 13 Uhr am Bildungszentrum Seefälle in Bonlanden: die Flaggen von „TERRE DES FEMMES“ flattern im Herbstwind. Deren Botschaft: „Nein zu Gewalt an Frauen – frei leben!“ 

Die Vereinten Nationen haben 1999 den 25. November als offiziellen internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen. So luden Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Filderstadt – allen voran das Referat für Bürgerbeteiligung und Chancengleichheit sowie das Amt für Familie, Schulen und Vereine – in Kooperation mit dem Frauenbeirat, dem Verein „Frauen helfen Frauen Filder“, dem Jugendgemeinderat, dem Polizeipräsidium Reutlingen, der Realschule des Bildungszentrums Seefälle, dem Runden Tisch „Hilfe bei häuslicher Gewalt Fildern“ sowie dem Treff der Hauptamtlichen in der Jugendarbeit kurz vor dem Jahrestag zu einer öffentlichen Veranstaltung ein. Zahlreiche Menschen – darunter auch viele Schüler – kamen zur offiziellen Fahnenhissung „frei leben“.

„Wir müssen ein öffentliches Signal geben, im wahrsten Sinne des Wortes Flagge zeigen.“ Mit diesen Worten hat sich auch Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub der diesjährigen Aktion „Nein zu Gewalt an Frauen“ in Bonlanden angeschlossen. Die aktuellen Statistiken in Sachen Gewalt gegen Frauen könnten niemanden ruhen lassen. „Sie müssen uns wachrütteln“, so der Stadtoberhaupt.

Dem schloss sich auch Thomas Pitzinger, der Leiter des Polizeireviers Filderstadt, an. Das Thema müsse aus der Tabuzone geholt werden. Die Zahlen seien nach wie vor er-schreckend. Allein im vergangenen Jahr sei das örtliche Polizeirevier zu 44 Fällen häuslicher Gewalt gerufen worden. Tendenz steigend. „Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer noch viel höher liegt“, befürchtet Pitzinger. Seine Erfahrung: Gewalt gegen Frauen gebe es überall: auch am Arbeitsplatz. Und der Polizeidirektor stellte unmissverständlich klar: „Häusliche Gewalt ist für die Polizei eine ernsthafte Straftat.“

Rund 180 Teilnehmende in 14 Workshops

Hausherr Thomas Dreher, der Leiter der Realschule des Bildungszentrums Seefälle, erinnerte in seine kurzen Ansprache unter anderem an das Leitbild der Schule: „Wir fordern Respekt – allen Menschen gegen-über. Niemand darf Gewalt angetan werden!“ Dies unterstrich auch Filderstadts Referentin für Chancengleichheit  Dr. Susanne Omran: „Gewalt ist ein No-Go!“. Ihren Worten schloss sich Jugendreferent Benjamin Götz an: „Wir wollen, dass junge Menschen – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Herkunft – gleichberechtigte, lustvolle und respektvolle Beziehungen nach ihren gegenseitigen Wünschen führen können.“

Der eigentlichen Flaggenhissung in Bonlanden gingen an diesem Tag 14 Workshops zum Thema „Meine Beziehung? Meine Grenzen. Meine Entscheidung!“ voran, an denen rund 180 Jugendlichen der Gotthard-Müller-Schule (Bernhausen), der Jahnschule (Harthausen), der Pestalozzischule (Sielmingen) sowie der Realschule des Bildungszentrums Seefälle (Bonlanden) teilgenommen haben. (sk)