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Susanne Schreiber hat ihr Amt als neue Baubürgermeisterin angetreten

„Will nah bei den Menschen sein“

Foto: Thomas Krämer
Filderstadts neue Baubürgermeisterin: Susanne Schreiber.

FILDERSTADT. Seit dem Jahreswechsel ist die Leitung des Baudezernats wieder besetzt. Susanne Schreiber hat am 2. Januar an ihrem Schreibtisch Platz genommen und freut sich auf die vor ihr liegenden Aufgaben, die sie zusammen mit den Filderstädter Bürgern angehen will.

Im September vergangenen Jahres ist Susanne Schreiber vom Filderstädter Gemeinderat mit großer Mehrheit als Nachfolgerin von Reinhard Molt gewählt worden. Nun sitzt die neue Bürgermeisterin seit dem 2. Januar an ihrem Schreibtisch im Rathaus in Plattenhardt. Im Erdgeschoss, mit dem Blick nach draußen auf die Straße. Und das hat seinen Grund: „Ich will nah bei den Menschen sein und möglichst rasch mit den Filderstädter Bürgern in Kontakt kommen“, sagt die 44-Jährige.

Schreiber stammt aus Reutlingen und ist dort auch zur Schule gegangen. Sie hat Kunstgeschichte und Italienisch studiert, ist dann jedoch noch vor dem Abschluss über die Baugeschichte zur Architektur gekommen. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss arbeitete Schreiber als Architektin, bevor sie für die Stadtverwaltungen von Trochtelfingen und Reutlingen tätig wurde – unter anderem im Baurechtsamt und dem Stadtplanungsamt. Vor rund vier Jahren übernahm sie die Leitung des Stadtplanungs- und Umweltamts in Nürtingen. „Dort habe ich gemerkt, dass ich gut im vernetzten und strategischen Denken bin und Projekte vorantreiben kann“, schildert Schreiber einen der Beweggründe für ihre Bewerbung auf den Fildern.

Stadtteilentwicklung und Verkehr als wichtige Aufgaben

All diese Fähigkeiten will sie nun in ihr Amt als Baubürgermeisterin einbringen. „Filderstadt ist eine spannende Stadt“, sagt sie und betont die Offenheit und Freundlichkeit, mit der ihr die Menschen im und um das Rathaus bisher begegnet sind. Zudem seien das Dezernat gut zugeschnitten und die Organisation der Stadtverwaltung überschaubar, was die Arbeit vereinfache.

Die kurze Befürchtung, einen fast leeren Schreibtisch vorzufinden, hat sich nicht bestätigt. „Es gibt viel zu tun“, freut sie sich auf die vor ihr liegenden neuen Aufgaben. „Die städtebauliche Gestaltung der Ortsteile wird ein wichtiger Schwerpunkt sein“, kündigt sie an. Dabei sollen die Qualität und die Eigenheiten der einzelnen Stadtteile erhalten bleiben. „Man kann allerdings nicht alles auf einmal erledigen, sondern muss sich auf bestimmte Dinge fokussieren und einen zeitlichen Ablauf der einzelnen Projekte bestimmen“, betont Schreiber. Bei den ersten Erkundungen sind ihr unter anderem Plattenhardt und das dortige Ladensterben ins Auge gefallen. 

Ein weiteres großes Thema wird der Verkehr und insbesondere die Erweiterung der B27 sein. „Da gibt es etliche Ordner, die durchzuarbeiten sind“, sagt die Baudezernentin. Ihren Blick wirft sie jedoch auch auf die anderen Arten der Mobilität und spricht sich für einen Ausbau der Schiene aus. „Die Verkehrsprobleme auf den Fildern kann man nur im Verbund lösen“, ist sie überzeugt. Damit meint sie nicht nur die einzelnen Verkehrsarten, sondern auch die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. „Die Herausforderungen auf den Fildern kann keine Kommune alleine bewältigen“, so ihre Einschätzung. Das bedeute jedoch nicht, dass man sich selbst aufgibt, sondern vielmehr den eigenen Charakter erhält wie Schreiber betont.

Musik und Sport zum Abschalten

Das Problem mit den Staus auf der B27 wird Schreiber nun morgens und abends selbst erleben, denn zumindest vorerst will sie in Reutlingen wohnen bleiben. Hauptgrund dafür sind die drei Kinder – darunter Zwillinge – im Alter von 18 Jahren und ihre zwölfjährige Tochter, die noch zur Schule gehen und denen das Ehepaar Schreiber den Abschluss in der gewohnten Umgebung ermöglichen will.

Eine neue Umgebung wird sie sich zumindest tagsüber für ihre sportlichen Aktivitäten suchen. „Die Laufschuhe stehen schon hier im Schrank“, sagt die Bürgermeisterin, die man künftig sicherlich des Öfteren im Weilerhau Joggen oder Walken sehen wird. Ein weiteres Hobby ist die Musik. Schreiber stammt aus einer musikalischen Familie und ist mit Klassik großgeworden. Von frühester Jugend an spielt sie Querflöte und jetzt vor allem Cello. „Dabei kann man“, verrät sie, „bestens abschalten und den Kopf freibekommen.“ (tk)