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Filderstädter Migrantenselbstorganisationen

Migrantenorganisationen, auch Migrantenselbstorganisationen genannt, haben sich über viele Jahre hinweg zu wichtigen Akteur*innen in den Kommunen entwickelt. Aufgrund der Erfahrungen, Kompetenzen und Potenziale der darin Mitwirkenden, bereichern sie die vielfältige Vereinslandschaft und das gesellschaftliche Leben in Deutschland.
 

Eine allgemeingültige Definition des Begriffs Migrantenselbstorganisation (MSO) gibt es nicht. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bezeichnet MSO als „Verbände, (1) deren Ziele und Zwecke sich wesentlich aus der Situation und den Interessen von Menschen mit Migrationsgeschichte ergeben und (2) deren Mitglieder zu einem Großteil Personen mit Migrationshintergrund sind und (3) in deren internen Strukturen und Prozessen Personen mit Migrationshintergrund eine beachtliche Rolle spielen.“

Die Bandbreite an MSO ist sehr groß. Sie unterscheiden sich sehr stark nach ihren Zielen und ihrer Orientierung. Diese kann ethnisch, kulturell, national, religiös, politisch, berufsständisch oder auch unternehmerisch sein, sich beispielsweise aber auch mehr an Selbsthilfe-, Wohltätigkeits- oder Freizeitzwecken ausrichten. Dies hat Einfluss auf die Aktivitäten der Mitglieder: Richten sich diese auf das ursprüngliche Herkunftsland oder das Land, in dem aktuell der Lebensmittelpunkt liegt? MSO unterscheiden sich zudem nach ihrer Größe, der Anzahl der Mitwirkenden und auch nach ihrer formalrechtlichen Anerkennung (eingetragener Verein, gemeinnütziger Verein, Religionsgemeinschaft, Einzelorganisation, Dachverband).

In Filderstadt sind derzeit 19 Migrantenselbstorganisationen registriert (siehe Abbildung: Filderstädter Migrantenselbstorganisationen). Auch in Filderstadt reicht die Vielfalt von eingetragenen Vereinen über Initiativen bis hin zu Gruppierungen innerhalb von Kirchen. Die inhaltliche Ausgestaltung der Arbeit geht von Sprachlernangeboten (auch herkunftssprachlicher Unterricht) über kulturelle, sportliche und religiöse Angebote bis hin zu Unterstützungsangeboten für Menschen im Herkunftsland.

Davon abgesehen gibt es zahlreiche Personen, die sich in regelmäßigen Abständen mit Menschen ähnlicher Interessen zusammenfinden. Ein Beispiel hierfür stellt die „Ronda hispana“ dar, ein informeller Zusammenschluss von Menschen unterschiedlicher Herkunft, bei deren Treffen sowohl die spanische Sprache als auch Themen Spanien und Lateinamerika betreffend im Mittelpunkt stehen. Spanischsprachige Neuzugewanderte können über sie in der Anfangszeit, beim Ankommen im neuen Lebensumfeld, Unterstützung erfahren, indem sie unter anderem bei Behördengängen (sprachlich) begleitet werden.

Kontakt

Integration, Migration und Soziales
Martinstraße 5
70794 Filderstadt
Telefon 0711 7003-427
Fax 0711 7003-7427

Öffnungszeiten

Frau Kuzmenko
Telefon 0711 7003-415
Fax 0711 7003-7415
Aufgaben

Integrationsbeauftragte