30 Jahre Aktiv für Senioren e.V.:

„Ein Herz für Senior*innen“

FILDERSTADT. Dieser Tage hat „Aktiv für Senioren in Filderstadt e.V.“ (ASF) mit einem Festabend den 30. Geburtstag gefeiert. Gegründet wurde der Verein 1992 als „Altenzentrum Förderverein Filderstadt e.V.“ Anlass war damals die Unterstützung und Planung des „Hauses am Fleinsbach“ als Wohn- und Begegnungsstätte für die älteren Bürger*innen. Oberbürgermeister Christoph Traub hat es bei seiner Begrüßung der Festgäste im Bürgerhaus „Sonne“ in Sielmingen auf den Punkt gebracht: „Sie hatten und haben ein Herz für Senior*innen!“

Moderiert wurde der Abend vom aktuellen Vorstandsvorsitzenden Diethelm Boldt, dessen Vorgänger Karl Praxl führte in einer „Bilderorgie“ durch die ASF-Geschichte.

Der Verein verfügte von Anfang an über ein lebhaftes Vereinsleben. Unermüdlich wurden Spenden gesammelt, unter anderem durch Tage der offenen Tür, Basare, Vorträge zu senior*innenbezogenen Themen oder Nachbarschaftsfeste. In den ersten zehn Jahren des Bestehens konnten rund 300.000 D-Mark erwirtschaftet werden. Eine stattliche Summe! Dadurch war es möglich, viele Angebote des „Hauses am Fleinsbach“ mitzufinanzieren. Beispielsweise werden gezielt therapeutische Maßnahmen wie Musiktherapie, Maltherapie oder – sehr beliebt – die Clownstherapie gefördert. In nun vier Stadtteilen gibt es auf Initiative des ASF B.U.S, Bewegung – Unterhaltung – Spaß. In der Coronazeit gab Wolfgang Selje´ für Bewohner*innen verschiedener Einrichtungen Balkonkonzerte, um ihre Einsamkeit zu vertreiben.

Dem Zeitgeist folgend und um den vielfältigen Aktivitäten besser gerecht zu werden, beschlossen die Mitglieder 2021, den Namen des Vereins in „Aktiv für Senioren in Filderstadt e.V.“ zu ändern.

Mit dem SUSEmobil aktiv unterwegs sein

Erfolgsschlager Nummer eins des Vereins ist zweifellos das SUSEmobil. Das sei einzigartig und einmalig, darüber sind sich alle einig. Mit dem SUSEmobil wurde ein Fahrdienst eingerichtet, der die nicht mehr ganz so mobilen Senior*innen zu Hause abholt und wieder zurückbringt. Dadurch werden Einkaufen, Arztbesuche, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben oder auch kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise in der FILharmonie, wieder möglich. 2006 wurde das erste Fahrzeug vorgestellt, mittlerweile verfügt die Flotte über ein zweites. Besonders während der Corona-Pandemie war dieser Fahrdienst, der übrigens allein durch Ehrenamtliche am Laufen gehalten wird, außerordentlich wichtig, gab es während des Lockdowns doch unzählige Fahrten zu den Impfzentren.

Oberbürgermeister Christoph Traub bedankte sich bei den Mitgliedern des ASF für dieses Engagement: „Herzlichen Glückwunsch zu 30 Jahren Vereinsarbeit. Ihre Aufgabe, den Älteren eine Stimme zu geben, ist wichtig und wertvoll für unsere Stadt.“

Für die musikalische Unterhaltung des Abends sorgten Mitglieder des Akkordeon- und Handharmonika-Clubs (AHC) Sielmingen. (ab)