„Sternenkinder“ in Würde beisetzen

Das Sternenfeld auf dem oberen Friedhof in Sielmingen. Foto: Isabell Hoff

FILDERSTADT. Das eigene Kind zu verlieren, ist zweifellos das Schlimmste, das Eltern passieren kann. So genannte „Sternenkinder“ sind Kinder, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben und unter 500 Gramm wiegen. Ihr Leben ist bereits beendet, bevor es durchstarten konnte.

Um den Mamas und Papas trotzdem einen Ort des Gedenkens und der Trauer zu geben, hat die Stadt Filderstadt im Jahr 2014 das Sternenfeld auf dem Oberen Friedhof in Sielmingen angelegt. Anlass hierfür war, dass sich das Bestattungsgesetz für Baden-Württemberg geändert hatte. Dieses besagt, dass Sternenkinder mit einem Gewicht von unter 500 Gramm beigesetzt werden können, sofern dies die Eltern wünschen.

Dieser Tage hat am Filderstädter Sternenfeld die erste Sammelbestattung stattgefunden. Die Trauerfeier für die Eltern der verstorbenen Kinder wird von der Stadt Filderstadt, der Filderklinik und den drei Filderstädter Bestattungsinstituten organisiert, durchgeführt und finanziert. Dabei kümmert sich die Verwaltung um die Beisetzung sowie die Pflege des Grabs, Anna Rahlenbeck von der Seelsorge der Filderklinik führt die Trauerfeiern durch, und im Wechsel spenden die Bestattungsunternehmen die kleinen weißen Särge. „Wir möchten auch den Kleinsten eine würdevolle Beisetzung bieten, denn ein Sternenkind ist auch ein Kind“, sagt Cornelia Banaschewski, die bei der Abteilung Friedhofswesen der Stadt Filderstadt arbeitet. Vorläufig ist geplant, dass diese ganz besondere Trauerfeier einmal im Jahr stattfinden soll. (ih)