Zwischen Plattenhardt und Burkardtsmühle: Schutzstreifen-Modellprojekt

Den Radverkehr sichtbar und sicher machen

Filderstadt ist einmal mehr baden-württembergische Modellkommune in Sachen Radförderung. Foto: Jürgen Lenz

FILDERSTADT. Jetzt ist das Fahrradfahren zwischen Filderstadt (Plattenhardt) und Waldenbuch (Burkardtsmühle) noch sichtbarer – und zwar in Form von weißen, gestrichelten Linien. Die sogenannten Schutzstreifen sind im Rahmen eines Modellprojektes des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen (AGFK-BW) entstanden. Filderstadt ist Testkommune, ob die neuartigen Schutzstreifen das Fahrradfahren sicherer und angenehmer machen.

In etwa 20 Kommunen in ganz Baden- Württemberg wurden jetzt außerorts Schutzstreifen markiert, die so bislang nicht zulässig waren. Das soll sich nun zugunsten des Radverkehrs zumindest testweise ändern. Hinweisschilder machen auf das Modellprojekt aufmerksam.

Oberbürgermeister Christoph Traub: „Von Plattenhardt aus gibt es in die Nachbarstadt Waldenbuch leider keine direkte Radverkehrsanbindung, sondern nur eine umwegige, teilweise schlecht befahrbare durch den Wald. Deshalb sind wir froh, dass wir in das Landesprogramm der Modellstädte für außerörtliche Schutzstreifen aufgenommen wurden. Denn in naher Zukunft ist mit einem wünschenswerten, separaten Radweg neben der Fahrbahn nicht zu rechnen.“ Schutzstreifen sollen eine Alternativlösung zu separaten Radwegen bieten. Sie dürfen von Autofahrenden nur im Bedarfsfall befahren werden, ohne die Radfahrer zu gefährden.

Neu sind auch die sogenannten Piktogrammspuren bergab in Richtung Waldenbuch. Mangels Platz für Schutzstreifen in beide Fahrtrichtungen können Fahrradsymbole ohne gestrichelte Linierung auf die Fahrbahn aufgebracht werden, um auf Radfahrende aufmerksam zu machen. Diese Bereiche dürfen von Kraftfahrzeugfahrenden stets überfahren werden, wenn sie dadurch Radfahrende nicht behindern oder gar gefährden.

Erstmals in Filderstadt wird in Kürze auf dieser Strecke im Bereich einer sogenannten Haarnadelkurve mit durchgezogener Mittelmarkierung auch noch das neu eingeführte Verkehrszeichen zu sehen sein, das ein Überholverbot von Zweirädern ausspricht. Filderstadt Radverkehrsbeauftragter Jürgen Lenz: „Außerorts gilt die Zweimeterabstandsregel beim Überholen, egal ob die Radler auf einem Schutzstreifen fahren oder nicht.“ (AGFK-BW/le)

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