Erste Digitale Zukunftswerkstatt durchgeführt

Gemeinsam auf dem Weg in Filderstadts virtuelle Zukunft

Führten die erste Digitale Zukunftswerkstatt in Filderstadt durch: (von links) Oberbürgermeister Christoph Traub, Digitalisierungsbeauftragter Christian Deibert, Patrick Rapp (Leiter des Referats für Wirtschaft und Marketing), Christopher Heck und Franz-Reinhard Habbel (beide von gt-Service des Gemeindetags Baden-Württemberg). Foto: Silke Köhler

FILDERSTADT. Nicht erst seit der Corona-Pandemie steht fest: Die Digitalisierung ist inzwischen in allen Bereichen des Lebens angekommen. Auch die Stadtverwaltung Filderstadt hat sich längst auf den Weg gemacht, „Future Community“ zu werden – mit rund 36.000 Euro Landesfördermittel im Gepäck. Bei den Fragen des „Wie“ und „Wo“ der konkreten Umsetzung soll die Bevölkerung eingebunden werden. Erste Mitwirkungsplattform ist vergangene Woche eine digitale Zukunftswerkstatt gewesen, zu der Oberbürgermeister Christoph Traub sowie das Referat für Wirtschaft und Marketing eingeladen hatten.

Die Große Kreisstadt Filderstadt ist - auch über ihre Stadtgrenzen hinaus - für ihre lebendige Bürgerbeteiligung bekannt. So war es für Traub eine Selbstverständlichkeit, den Weg in die virtuelle Zukunft gemeinsam mit den Bürgern zu gehen. Zudem müsse die Verwaltung, so der Rathauschef, selbst verstärkt die neuen Möglichkeiten der Kommunikation nutzen sowie zunehmend digitale Dienste für die Bevölkerung bereitstellen. Der Oberbürgermeister bedankte sich bei allen Filderstädtern, die sich in diesem Bereich engagierten - ihre Ideen, Wünsche, Anregungen und Kritikpunkte in die Diskussion einfließen ließen.

„Fernbedienung in die Welt“

Franz-Reinhard Habbel vom gt-Service des Gemeindetags von Baden-Württemberg blickte während der Filderstädter Veranstaltung letzte Woche schon einmal in die Zukunft: „In zehn Jahren werden sich unser Leben, unser Alltag und unsere Gesellschaft radikal gewandelt haben. Wir navigieren dann überwiegend in sozialen Netzwerken“. Als „sichtbares Merkmal“ einer zunehmend virtuellen Welt bezeichnete der Experte die Nutzung von Smart- sowie iPhones, die inzwischen quasi zu einer „Fernbedienung in die Welt“ geworden seien. Die neuen Kommunikationsmittel müssten, so Habbel, auch kontinuierlich „Zugang in die Verwaltung“ finden. Sämtliche Lebensbereiche seien längst von der Digitalisierung betroffen: von der Daseinsvorsorge über die Mobilität, Energieversorgung und Gesundheitsprävention bis hin zu den Themen Bildung wie Wohnraumentwicklung. Seine Überzeugung: Smart-, iPhones und Co. würden zudem auch weitere Chancen für die Partizipation (Teilnahme) der Bevölkerung bieten und gemeinsame neue Entwicklungen der Kommune vorantreiben. Natürlich seien die Herausforderungen groß – gerade auch vor dem Hintergrund von Migration und Demografischem Wandel.

Dass die Corona-Krise für einen Digitalisierungsschub gesorgt hat – darin sind sich nicht nur die Fachleute einig. „Wo steht die Stadt Filderstadt im Jahre 2020?“ und „Wo soll es virtuell künftig hingehen?“. Mit dieser Fragestellung hat Christopher Heck (ebenfalls vom gt-Service des Gemeindetags) die Online-Diskussion während der Zukunftswerkstatt eröffnet. Die Teilnehmenden hatten unter anderem die Gelegenheit, konkrete Maßnahmen zu benennen, die die Stadt Filderstadt im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie umsetzen soll. Ein paar Antwort-Beispiele: Online-Terminvereinbarungen mit der Verwaltung, virtuelle Sprechstunden, ein digitales Parkraumleitsystem, die Verbesserung der Anbindung ans Internet von Schulen, eine Bürger-App, ein digitales Konto bei der Stadt, „intelligente Mülltonnen“,… Alle Ideen und Anregungen werden gesammelt. Über die Strategie und den Maßnahmenkatalog entscheidet am 12. Oktober 2020 der Gemeinderat.

Umfrage ausgewertet

Im Vorfeld der Digitalen Zukunftswerkstatt hatte das Referat für Wirtschaft und Marketing eine Umfrage durchgeführt, an der sich 63 Personen sämtlicher Altersgruppen beteiligt hatten. Dessen Ergebnisse stellte nun Filderstadts neuer Digitalisierungsbeauftragter Christian Deibert vor. Demnach favorisieren die Bürger folgende Bereiche für den verstärkten Einsatz moderner Medien: „Leben in den Stadtteilen“, „Aufwachsen & Lernen“, „Mobilität“, „Wirtschaft und Arbeiten“, Energie & Klima“, „Gesundheit, Sport & Freizeit“,…

Nähere Informationen hierzu finden Interessierte auf der städtischen Homepage unter: www.filderstadt.de. Deiberts Angebot an alle Bürger, die nicht an der Veranstaltung vergangener Woche teilnehmen konnten: „Sie können sich gerne noch an mich wenden und mir Ihre Ideen und Anregungen mitteilen“. Seine Kontaktdaten lauten: cdeibert@filderstadt.de (E-Mail) oder Telefon: 0711/7003-264. (sk)

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