Gemeinsame Pressemitteilung der Städte Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt zur Erstellung eines Mietspiegels

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN/FILDERSTADT. Bislang lehnen sich Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt an den Stuttgarter Mietspiegel an. Mittlerweile wird damit die Realität auf den Fildern jedoch nicht mehr ausreichend abgedeckt. Auch immer mehr Gerichte erkennen den Verweis auf Nachbarstädte nicht mehr an, was jüngst ein vor das Amtsgericht Nürtingen gebrachter Fall gezeigt hat. Die beiden Städte sind außerdem in diesem Jahr in die Gebietskulisse der Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt aufgenommen worden. Damit gelten die neuen Verordnungen zur Mietpreisbremse auch in Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt.

Mit einem gemeinsam erstellten qualifizierten Mietspiegel soll die ortsübliche Vergleichsmiete in den beiden Filderkommunen auf eine neue und transparente Basis gestellt werden. „Ein absolut notweniger Schritt“, betonen Roland Klenk und Christoph Traub unisono. Die Oberbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt hoffen, dass die Stadträte der beiden Kommunen bei den kommenden Sitzungen dem so zustimmen werden.

Der Mietspiegel soll nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Kommune, aber auch den Interessenvertretern der Mieter und Vermieter anerkannt werden. „Dadurch wird die notwendige Neutralität sichergestellt“, so Klenk. Ein auf die beiden Städte abgestimmter Mietspiegel könne für Transparenz auf dem lokalen Wohnungsmarkt sorgen und Rechtssicherheit für Vermieter und Mieter über die ortsüblichen Mietkosten bringen, ergänzt Traub.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Mieten in den beiden Kommunen sind vergleichsweise hoch. Mieter mit geringeren Einkommen müssen einen erheblichen Teil ihres Einkommens für ihre Bleibe aufbringen oder können sich ihre Wohnung im schlimmsten Fall gar nicht mehr leisten. „Mit einem Mietspiegel können Mieterhöhungen klarer bestimmt und die bestehenden Unsicherheiten bei Vermietern und Mietern verringert werden“, so die Hoffnung von Klenk. Und nur mit einem qualifizierten Mietspiegel könne die geforderte Mietpreisbremse umgesetzt werden. „Er ist zudem ein Instrument, um eine Grundlage für wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Entscheidungen in der Hand zu haben“, sagt Traub.

Ein qualifizierter Mietspiegel wird nach wissenschaftlichen Grundsätzen von einem externen Institut erstellt werden. Baden-Württemberg stellt als bundesweit erstes Land dafür eine Förderung in Höhe von 50 Cent pro Einwohner, maximal 40.000 Euro in Aussicht, wenn mehrere Kommunen gemeinsam einen qualifizierten Mietspiegel erstellen. Durch die Kooperation der beiden Filderkommunen könnte die Höchstförderung erreicht werden. (tk)

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