Festakt für Gotthard-Müller-Schule und Fleinsbachschule

Sehr gute Noten für neuen Schulcampus Bernhausen

Mann (links) und Frau (rechts) lachend im Gespräch
Oberbürgermeister Christoph Traub begrüßte Staatssekretärin Sandra Boser zum Festakt für den neuen Schulcampus in Bernhausen. Foto: Silke Köhler

FILDERSTADT. „Wir feiern den Schulcampus Bernhausen und den Bildungsstandort Filderstadt.“ Mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Christoph Traub vergangenen Samstag die geladenen Gäste des Festakts zum Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule Gotthard-Müller-Schule (GMS) sowie zur Erweiterung der Realschule Bernhausen Fleinsbachschule begrüßt – darunter auch hohen Besuch aus Stuttgart.

Eigentlich hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann seine Teilnahme an den Feierlichkeiten in Filderstadt zugesagt, musste den Termin aber kurzfristig absagen, da er zu den aktuellen Sondierungsgesprächen nach Berlin gerufen wurde. Der Landesvater ließ sich von Staatssekretärin Sandra Boser (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport) vertreten. Christoph Traub sowie Bläser*innen der Fleinsbachschule (Leitung: Thomi Winkler) empfingen die Landtagsabgeordnete vor dem Neubau an der La Souterrainer Straße 9 in Bernhausen.

In seiner Rede machte das Stadtoberhaupt deutlich: „Für uns steht die Weiterentwicklung unseres gesamten Bildungsstandorts Filderstadt im Mittelpunkt – nicht ,nur‘ unser Schulneubau.“ Für ihn persönlich sei es wichtig, dass sich in der Großen Kreisstadt alle Schularten gegenseitig bedienten, dass Eltern wie Kinder weiterhin eine „echte Wahlmöglichkeit“ hätten. Gleichzeitig bedankte sich Christoph Traub bei allen Projektbeteiligten – auch beim Land Baden-Württemberg – für deren (finanzielle) Unterstützung. Der Oberbürgermeister hatte zudem noch eine frohe Botschaft im Gepäck: „Die für den gesamten Schulcampus Bernhausen – sprich für den Neubau der Gotthard-Müller-Schule und die Erweiterung der Fleinsbachschule - bewilligten Mittel in Höhe von rund 35 Millionen Euro unterschreiten wir um 4,2 Millionen Euro. Das gibt es sicherlich nicht alle Tage.“

„Gute Bildung das Wichtigste für Kinder“

Staatssekretärin Sandra Boser betonte, dass jeder Euro, der in die Bildungsarbeit gesteckt werde, gut investiert sei. So fließe inzwischen jeder vierte Euro des baden-württembergischen Landeshaushaltes in die Bildung. Denn: „Eine gute Bildung ist das Wichtigste, das wir unseren Kindern mitgeben können.“ Für den neugestalteten Bernhäuser Schulcampus habe das Land, so Boser, fünf Millionen Euro beigesteuert.

Grundsätzlich wünscht sich die Staatssekretärin für jede Schule Dreierlei: gute Lernbedingungen, die Teilhabe aller und Chancengerechtigkeit. Den Leitungen der Gotthard-Müller-Schule sowie der Fleinsbachschule sprach die Gesandte des Landes großes Lob für das Erreichte sowie die unterschiedlichen pädagogischen Konzepte aus. Beim Blick auf den Schulcampus hatten Sandra Boser nach eigenen Angaben das neue lichtdurchflutete und barrierefreie Gebäude sowie die gemeinsam genutzte Mensa und die Agora (ein Pausenhof, der an ein Amphitheater erinnert) besonders gut gefallen…

Über das positive Feedback freute sich natürlich auch Stefan Rappold von „Behnisch Architekten“, deren Siegerentwürfe und -pläne schließlich am Standort Bernhausen realisiert worden sind. In seinem Grußwort blickte er zurück auf die „einst nüchterne Beschreibung“ des Projekts, die er gemeinsam mit seiner Kollegin Kyra Willems und weiteren Teammitgliedern mit Leben gefüllt habe. Rappold: „Wir wollten eine offene und farbenfrohe Schule, eine Schule der Gemeinschaft, eine Schule weg vom traditionellen Frontalunterricht.“ In einem anschließenden Rundgang erläuterte der Experte den Gästen, was „uns bei der Entwicklung des Neubaus so umgetrieben hat.“

„Ein Standort voll positiver Energien“

Der neugestaltete Schulcampus erhielt ebenfalls sehr gute Noten vom „Rektorenduo“ Sabine Nafe (Gotthard-Müller-Schule) und Sascha Conrad (Fleinsbachschule). „Dies ist ein Standort voll positiver Energien“, brachte es die Leiterin der Grund- und Gemeinschaftsschule auf den Punkt. Sabine Nafe: „Was wir da wachsen sahen, hat uns große Freude bereitet und in Staunen versetzt.“ Entstanden sei unter anderem eine Schule – hell und lichtdurchflutet –, die eine neue Pädagogik bewusst umgesetzt habe: mit Clustern statt Klassenzimmern, Sichtbeziehungen, Lernateliers, Therapieräumen, einer Agora und vielem mehr. Nafe: „Hier wurde gedacht, geplant und gebaut für die Kinder und deren Zukunft.“ Vieles sei, so die Rektorin, bereits realisiert worden, aber „unsere großen Visionen sind noch längst nicht zu Ende geträumt“.

Sascha Conrad (Realschule Bernhausen) bedankte sich bei allen, die diesen besonderen Schulcampus in Bernhausen unterstützt hätten – allen voran bei der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat: „Sie haben Weitsicht gezeigt, dass es hier Platz für beide Schularten gibt.“ Statt einem gegenseitigen Ausspielen der unterschiedlichen Schulen sei die Vielfalt in der Pädagogik von Anfang an gefördert worden. Neben der benachbarten Grund- und Gemeinschaftsschule habe sich, so der Rektor, auch die Fleinsbachschule neu aufstellen können. Das Fazit von Sascha Conrad: „Damit haben Eltern weiterhin eine freie Wahl der Schulart. Dies ist eine Entscheidung im Sinne der Kinder.“

Apropos Kinder: Die Festreden wurden musikalisch umrahmt von den Schulchören der Klasse 2 und 5 unter der Leitung von Hayley Huff von der Filderstädter Musikschule. (sk)

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