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Die FILharmonie wird 25 Jahre jung

Jubiläum mit viertägiger Geburtstagsfeier

Foto: Günter Bergmann

FILDERSTADT. Die FILharmonie Filderstadt feiert ihren 25. Geburtstag: Das 1994 eingeweihte Kultur- und Kongresszentrum zählt seit einem Vierteljahrhundert zu den ersten Adressen der Wirtschaftsregion Stuttgart, wenn es um Kultur, Kongresse und Events geht.

Das Haus mit den regenbogenbunten Lippen der Künstlerin rosalie davor ist feste Landmarke für Kulturliebhaber, Unternehmen und die Bürger Filderstadts geworden. Die ersten 25 Jahre haben Thomas Löffler als Geschäftsführer und Sven Pflug als Veranstaltungsleiter die FILharmonie geprägt. „Wir konnten viele bekannte Künstler bei uns begrüßen“, sagt Löffler und nennt Namen. Eric Burdon oder John Mayall aus dem Rockbereich, bei der Klassik fällt ihm sofort die Philharmonie der Nationen von Justus Franz ein. „Auch Gerhard Polt war hier“, erinnert er sich. Zu seinen persönlichen Highlights zählt er den letzten Auftritt der 2014 verstorbenen Blueslegende Johnny Winter – und die Auftritte der „Singenden Grundschule“. „Ich war immer der Meinung, dass die FILharmonie genau für so etwas da ist“, sagt er.

Umstrittener Bau

Dabei war sie anfangs durchaus umstritten. „Die Planungen für eine Gemeindehalle in Bernhausen gehen auf die 1960er Jahre zurück“, sagt der Filderstädter Stadtarchivar Dr. Nikolaus Back. Dann kam die Gemeindereform – das Vorhaben wurde verschoben und Mitte der 80er Jahre wieder aufgegriffen. Die Rundsporthalle hielten viele als Veranstaltungsort für Kultur nicht geeignet. Doch der Bau einer Stadthalle für ganz Filderstadt in Bernhausen war umstritten. „Die Gegner befürchteten unter anderem, dass eine solche Halle die Kultur in den einzelnen Stadtteilen austrocknen würde“, so Back. Im September 1991 kam es zu einem Bürgerentscheid – nachdem der Bau schon im Mai begonnen hatte. Eine Mehrheit stimmte trotzdem gegen die neue Stadthalle, das nötige Quorum wurde jedoch nicht erreicht. Es wurde weitergebaut. Bereits ein Jahr vor der Eröffnung wurden die Bürger gefragt, wie denn die Stadthalle heißen soll. „800 Personen machten mit, machten auch Vorschläge wie ,Filderscala‘ oder ,El Rancho costa mucho‘“, sagt Back ein wenig schmunzelnd. Anfang Mai 1994 wurde die neue Halle dann offiziell eröffnet: Mit dem bis heute beliebten Namen „FILharmonie“.  

Für die Zukunft fit machen

Heute ist die FILharmonie „ein Leuchtturm in der Stadt, der auch nach außen hin strahlt“, sind sich Geschäftsführerin Helene Sonntag und Kulturleiter Alexander Frey sicher. „Die Halle steht für Qualität und guten Service, für eine Stätte, in der Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft anzutreffen sind. Wir danken unseren Vorgängern für die gute Arbeit“, betont Sonntag. Gleichwohl habe die Zeit nach 25 Jahren ihre Spuren hinterlassen. „Wir müssen neu denken und uns dem veränderten Markt anpassen“, sagt die Geschäftsführerin. Investitionen in die Halle, die Technik und die Mitarbeiter seien unerlässlich. Auch bei der Ausrichtung soll nachjustiert werden. „Wir wollen stärker in die Öffentlichkeit gehen und nicht zuletzt dank der Klasse unserer Caterers zeigen, dass wir ein toller Ort für geschäftliche aber auch private Veranstaltungen sind“, sagt Sonntag. Genau dies solle noch stärker ins Bewusstsein der Bürger rücken. Auch das Thema Nachhaltigkeit soll stärkere Beachtung finden, „ökonomisch als auch sozial und ökologisch“, wie sie sagt.

Veränderungen beim Kulturangebot

Beim Kulturangebot wird es ebenfalls Veränderungen geben. „Es ist alles andere als selbstverständlich, dass eine Kommune den Fokus so stark auf Kultur legt“, freut sich Frey. Gerade das treue Abo-Publikum habe das Haus seit dem Bestehen begleitet, sagt der Kulturleiter und schließt darin ausdrücklich das Kindertheater-Abo ein, das in dieser Form einzigartig ist. Doch die Zeiten ändern sich. „Unsere Aufgabe ist es, die Menschen in die Zukunft mitzunehmen und neue Leute anzusprechen“, gibt er das Ziel vor. Programmatisch will er die bisher gelegten Spuren weiterverfolgen, gleichzeitig auch neue, qualitativ hochwertige Formate an der FILharmonie etablieren. So will er die spannende Schnittstelle zwischen Jazz und Klassik besetzen und auch Tanz in jeglicher Ausprägung anbieten. Es gehe darum, die Spielarten einzelner Sparten in ihrer ganzen Bandbreite auszuleuchten. „Da kann“, so Frey, „auch einmal eine vielleicht etwas schrägere Produktion dabei sein“. (tk)

Buntes Festprogramm

Das Jubiläum der FILharmonie wird groß gefeiert. Von Donnerstag, 16. Mai, bis Sonntag, 19. Mai 2019, lädt Filderstadts größte gute Stube zu einem breit gefächerten Festprogramm ein, das mit Fest. Spiel, Fest.Rock, Fest.Konzert jeden Tag andere kulturelle Höhepunkte bietet und am gemeinsam mit dem Haus am Fleinsbach begangenen Fest.Tag bei einem heiteren Tag mit Essen, Musik, Kinderprogramm und Tanz seinen Abschluss findet. Karten für die Abendveranstaltungen sind bis 1. Mai zum verbilligten Preis von zehn Euro erhältlich, danach und an der Abendkasse für 12,50 Euro. Informationen gibt es unter www.filharmoniefilderstadt.de.

Donnerstag, 16. Mai, 20 Uhr:

FEST.SPIEL mit dem Theater Lindenhof Melchingen: Komödiantisch-musikalische Geburtstagsrevue.

Freitag, 17. Mai 2019, 20 Uhr:

FEST.ROCK „The Queen Kings“/Bohemian Rhapsody, Aftershow-Party mit den „Flippmanns“.Ab 16 Uhr: Warm up mit vier Nachwuchs- Bands („Random“, „Ymordin“, „SyncAnima“, „Paralleluniversum“).

Samstag, 18. Mai 2019, 20 Uhr:

FEST.KONZERT Filharmonischen Kammerorchesters und Musiker des Jugendsinfonieorchesters/Sinfonie Nr. 1 C-Dur von Beethoven, Filderstädter Chöre/Filmmusik. 

Sonntag, 19. Mai 2019, 9.30 Uhr:

FEST.TAG Ökumenischer Gottesdienst, Weißwurst-Jazzfrühstück mit der Combo der Big Band Harthausen, Mittagessen und buntes Programm mit dem Musikverein Bernhausen und „AcousticTree“, Kindertheater, Let’s Dance mit dem Filder-Express. (tk)