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Rück- und Ausblick bei Filderstadts Floriansjüngern:

Von Einsatzrekorden und neuen Feuerwehrhäusern

Foto: Silke Köhler

FILDERSTADT. Mit zwei (Kern-) Botschaften im Gepäck sind die Besucher der diesjährigen Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Filderstadt vergangenen Freitag nach Hause gegangen: Zum einen mussten die Floriansjünger um Stadtbrandmeister Jochen Thorns 2018 so oft wie noch nie in der Geschichte der Großen Kreisstadt zu Einsätzen ausrücken. Zum anderen gilt es möglichst schnell, die nicht mehr zeitgemäßen örtlichen Feuerwehrhäuser zu sanieren oder – wenn erforderlich – zu ersetzen.

 Der Abend im Kultur- und Kongresszentrum FILharmonie war geprägt von Rück- und Ausblicken. Filderstadts Stadtbrandmeister Jochen Thorns resümierte zunächst das vergangene Jahr. Dabei sprach er von „signifikant gestiegenen Einsatzzahlen“ (361mal mussten die Blauröcke 2018 ausrücken – 108mal mehr als noch 2017). Verantwortlich für das „Plus“ seien unter anderem weitere Unwetterereignisse sowie „Notfalltüröffnungen“ für den Rettungsdienst. Insgesamt wurden die Floriansjünger 602mal alarmiert (plus 164mal).

Positiv entwickelte sich hingegen die Personalstärke. In 2018 stieg die Anzahl der Einsatzkräfte noch einmal um drei Aktive auf 304 Männer und Frauen. Thorns: „Damit bleiben wir die größte Feuerwehr im Landkreis Esslingen.“ Zahlenmäßig hinzu kämen noch, so der Filderstädter Wehr-Chef, 40 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr, 107 Mitglieder in der Altersabteilung sowie 25 Musikanten der Spielmannszüge aus Bernhausen und Bonlanden. Ihnen allen – sowie deren Familien und Arbeitgeber – dankte Jochen Thorns für ihr Engagement für die Menschen in der Stadt:

„Was wäre ein Kommandant ohne Euch, liebe Kameradinnen und Kameraden? Genau: Er wäre nichts.“

„1“ mit Sternchen

Ein Ausblick: Top-Thema der Hauptversammlung war die externe Feuerwehrbedarfsplanung. Die unabhängigen Gutachter stellten der Filderstädter Wehr Bestnoten (eine „1“ mit Sternchen) aus. Die Arbeit, die Leistung, Eintreffzeit und –stärke, die Fünf- Abteilungen-Struktur – dies alles wurde von den Experten sehr gelobt.

Als „Schwachpunkt“ der örtlichen Truppe stuften die Gutachter hingegen alle fünf Feuerwehrhäuser (Baujahre: 1961 beziehungsweise Anfang der 70er Jahre) ein. Thorns Fazit: „Bei unseren Feuerwehrhäusern drückt der Schuh nicht nur, er passt schlicht nicht mehr!“. Die veralteten Gebäude beeinträchtigten nicht nur das Ehrenamt, sie stellten auch eine „latente Unfallgefahr“ dar. Aus diesen Gründen „sollten wir hier schnell wie die Feuerwehr sein“ (O-Ton Stadtbrandmeister). Darüber hinaus wünschen sich die örtlichen Blauröcke die Schaffung einer „Feuerwehr-Stelle“ im Ordnungsamt zur schnellen und reibungslosen Abwicklung der städtischen Pflichtaufgabe Feuerwehr.

Zweithöchste Auszeichnung im Deutschen Feuerwehrwesen

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Ehrungen verdienter Mitglieder. Oberbürgermeister Christoph Traub, Bürgermeisterin Susanne Schreiber und Jochen Thorns dankten den Ausgezeichneten für ihr Engagement fürs Gemeinwesen in der Stadt. Für sage und schreibe 50 aktive Jahre erhielten Robert Hertler und Robert Schweizer (Abteilung Sielmingen) das Feuerwehrabzeichen des Landes in Gold. Ferner standen auf der Ehrungsliste (für 40 Jahre) Hans-Peter Früh (Harthausen), Lothar Schraitle (Plattenhardt) und Erwin Schweizer (Sielmingen), (für 25 Jahre) Marcus Briem, Sebastian Gohl und Michael Schumacher (alle Bernhausen), (für 15 Jahre) Benjamin Bruder (Bonlanden), Marc Busch, Stefan Früh, Hartmut Schweizer (alle Harthausen), Daniel Krauss, Ronald Schäfer und Steffen Werner (alle Sielmingen).

Völlig überrascht von seiner Auszeichnung wurde Andreas Reeh. Stadtkommandant Jochen Thorns überreichte seinem Stellvertreter für dessen große Verdienste die zweithöchste Auszeichnung im Deutschen Feuerwehrwesen – das Deutsche Feuerwehr- Ehrenkreuz in Silber. Seine Worte: „Du bist einfach ein klasse Kamerad und Freund!“ Für die musikalische und stimmungsvolle Umrahmung der Traditionsveranstaltung sorgten die Spielmannszüge aus Bernhausen und Bonlanden. (sk)