Filderstädter Floriansjünger haben sich dem Hilfskonvoi nach Kroatien angeschlossen

Mit Erlebnissen und Emotionen im „Gepäck“ heimgekehrt

Verabschiedeten das Filderstädter Quartett Richtung Kroatien: Stadtbrandmeister Jochen Thorns (links), Oberbürgermeister Christoph Traub (Dritter von rechts) sowie Erster Bürgermeister Falk-Udo Beck (Mitte).  Foto: Silke Köhler

Ein tiefes Gefühl bleibt zurück: „Die Eindrücke über das gemeinsame Erlebnis sowie die Not und Dankbarkeit in Kroatien werden uns noch lange begleiten“, sagt Torsten Reeb. Er ist einer der vier „guten Geister“ der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt, die sich in den letzten Tagen dem Hilfskonvoi der Stadt Aichtal und des Kreisfeuerwehrverbands angeschlossen haben. Ihr gemeinsames Ziel: das 840 Kilometer entfernte Glina südöstlich der Hauptstadt Zagreb.

Der Hintergrund: Ende 2020 sind Teile Kroatiens von schweren Erdbeben (Stärke bis 6,4 auf der Richterskala) heimgesucht worden. Die erschreckende Bilanz: zahlreiche Tote, mehr als 35.000 unbewohnbare Häuser. Die Naturkatastrophe hat weltweit für Bestürzung gesorgt und zahlreiche Hilfsaktionen ins Leben gerufen – so auch in der Nachbarkommune Aichtal.

Der Kreisfeuerwehrverband Esslingen-Nürtingen hat sich der Idee eines gemeinsamen Hilfskonvois für die Kameraden in Kroatien angeschlossen. Für Jochen Thorns, stellvertretender Vorsitzender und gleichzeitig Stadtbrandmeister in Filderstadt, war klar: „Da machen wir mit.“ Bevor er innerhalb seiner Mannschaft zum Fahrdienst ins Krisengebiet aufrufen konnte, hatten sich Freiwillige bereits gemeldet. „Dieser persönliche Einsatz hat mich besonders gefreut“, ist Thorns stolz auf seine „Jungs“ – namentlich Andreas Stauch, Torsten Reeb (beide Bonlanden), Stefan Fellner (Bernhausen) und Marc Busch (Harthausen).

Als die vier Floriansjünger von der Not in dem erdbebengeschüttelten Land hörten, gab es für sie kein Zögern. Ihre Einsatzmotivation: „Wir wollen den Menschen in Kroatien helfen – und dies nicht nur, weil wir dort selbst gerne Urlaub machen. Nein. Wir wären auch überall sonst hingefahren, um die Not zu lindern.“

Die Ladung des 22 Fahrzeuge umfassenden Hilfskonvois – rund einhundert Tonnen Güter für die kroatischen Feuerwehrkameraden – war vielfältig: Leitern, Pumpen, Werkzeug, FFP2-Masken und anderes. Filderstadts Wehr hat Schläuche und ein Hydraulik-Aggregat zur Verfügung gestellt. Verabschiedet wurden die (auf den Corona-Virus schnellgetesteten) Feuerwehrleute Ende letzter Woche von Oberbürgermeister Christoph Traub sowie Erstem Bürgermeister Falk-Udo Beck in Bonlanden. Beide dankten den Männern für ihr vorbildliches Engagement und wünschten ihnen eine gute und sichere Reise sowie eine gesunde Rückkehr.

Inzwischen sind von ihrer Mission heimgekehrt – unendlich viele Eindrücke und Emotionen im „Gepäck“: Stauch, Reeb, Fellner und Busch mit den beiden Gerätewagen Transport der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt - „Flo.Fi.1/74-1“ und „Flo.Fi.3/74“. So manches Erlebnis wird ihnen in Erinnerung bleiben: unter anderem zerstörte Häuser, dankbare Menschen sowie die gelebte Kameradschaft unter den Floriansjüngern. (sk)

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