Projekt „Kunst trotz Abstand“ gestartet:

Aus 44 persönlichen Bildern wird ein Gesamtkunstwerk

Die Projektbeteiligten stehen vor dem Wandgraffiti
Die Projekt-Initiator*innen (von links): Wolfgang Schmidt, Maryna Kuzmenko, Ina Penßler, Birgit Hölzer, Rebekka Finkbeiner, Gwendolyn Rabenstein, Barbara Grupp, Anthony Di Paola, Fabian Punkhardt, Chris Morys.

FILDERSTADT. Im Rahmen des Projekts „Kunst trotz Abstand“ ist jetzt als erster Baustein ein Gemeinschaftsgraffiti an der La Souterrainer Straße 66 in Bernhausen entstanden. Rund 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschiedlicher Nationen, haben aus 44 persönlichen Einzelbildern ein großes Gesamtkunstwerk erschaffen. WOW!

Es sind Gedanken wie „Was verbindet mich mit Filderstadt?“, „Was möchte ich meiner Stadt geben?“, „Wie bin ich in die große Kreisstadt gekommen?“, „Was möchte ich wieder tun, wenn die Corona-Zeit vorüber ist?“, die sich auf der Hauswand in gelber, oranger und grüner Farbe widerspiegeln. Das Projekt „Kunst trotz Abstand“ ist eine gemeinsame Initiative der Kunstschule Filderstadt, des Serigrafie-Museums, des Amts für Integration, Migration und Soziales, des Fördervereins der Kunstschule sowie des Kunstschuldozenten Anthony Di Paola. Die Aktion wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert.

Unter Lockdown-Bedingungen suchte der Kunstdozent Anthony Di Paola über die sozialen Medien und im Außenbereich des Gebäudes La Souterrainer Straße 66 Menschen, die sich am Projekt beteiligen wollen. 50 Filderstädter Kinder und Erwachsene mit und ohne Fluchterfahrung kamen zusammen. Los ging es dann für alle Mitwirkenden im April 2021. In zahllosen Einzelgesprächen entwickelte Di Paola mit den Menschen persönliche Ideen für die Wand. Im nächsten Schritt übte er mit jedem und jeder Einzelnen die Technik des Graffiti-Sprühens ein. Die ausgedachten Motive sind dabei aufeinen ein Quadratmeter großen Karton, der als Vorlage für das große Wandmotiv dienen soll, übertragen und im Anschluss ausgeschnitten worden.

Jetzt war es so weit. Mithilfe eines Baugerüsts und unter Anleitung des Kunstdozenten sprühten die meisten Teilnehmenden ihr Motiv selbst an die Wand. „Wir haben eine Brücke geschlagen, zwischen den kleinen und dem späteren großen Motiv“, so Di Paola stolz. Die 44 Bilder spiegeln ganz persönliche Eindrücke, Wünsche oder Verbindungen zur Stadt Filderstadt wider. So kann man ein Boot entdecken, das vielleicht die Reise in die Große Kreisstadt beschreibt, einen Schriftzug „Home sweet home“, schützende Hände um eine Weltkugel mit der Betitelung „Love does“, einen Baum mit lauter kleinen Blätter-Händen, das Corona-Virus und vieles mehr.

Um das Projekt „Kunst trotz Abstand“ zu würdigen und um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, die Hintergründe, Arbeit und Motivation der Aktion zu erläutern, wird es ab 25. Juli 2021 in der Städtischen Galerie Filderstadt (Bonländer Hauptstraße 32/1) eine Ausstellung zum bisherigen Projektverlauf geben. Zudem haben Groß und Klein jeden Sonntag (von 14 bis 17 Uhr) die Möglichkeit, mit dem Team des Serigrafie-Museums die Motive der Graffitiwand selber auf eine Postkarte zu drucken. Einen weiteren Einblick soll ein Film geben. In diesem Format wird nochmal veranschaulicht, wie das Kunstwerk an der La Souterrainer Straße entstanden ist und welche Geschichte sich hinter den einzelnen Motiven verbirgt.

„Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Beteiligten. Ihr habt tolle Arbeit geleistet und das alles trotz Abstand“, freuen sich Ina Penßler vom Kunstbüro und Ali Schüler von der Kunstschule (KFS) Filderstadt. Und Barbara Grupp (ebenfalls KFS) fügt hinzu: „Viele Menschen sind sich ‚trotz Abstand‘ näher gekommen und konnten gemeinsam eine Spur in ‚ihrer Stadt‘ hinterlassen.“(ih) 

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