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Gute Nachricht für alle städtischen Kindertageseinrichtungen:

Das Qualitätshandbuch garantiert eine Art „Gütesiegel“

FILDERSTADT. besitzt nicht jede Kommune: Das so genannte „Qualitätshandbuch für kommunale Kindertageseinrichtungen“ startet jetzt seinen Testlauf. Das sind gute Nachrichten für alle Kinder, die einen städtischen Kindergarten besuchen, und natürlich auch für die Mamas sowie Papas.

In diesem Handbuch werden „Qualitätsfelder“ (Handlungsbereiche) aufgeführt sowie die Standards und die Struktur der Kindertagesstätten geregelt. Es enthält ausformulierte Grundsätze und langfristige Ziele. Zudem werden Vorgehensweisen für die Einrichtungsleitungen und pädagogischen Fachkräfte beschrieben. „Der Stadt ist es wichtig, dass alle Kindertageseinrichtungen Standards haben als Basis für die pädagogische Arbeit, an der sich alle orientieren können“, erklärt Katrin Bogenschütz-Langanki (Pädagogische Fachberatung im Amt für Familie, Schulen und Vereine).

Die Entwurfsfassung des Handbuchs umfasst 36 Seiten mit zwölf „Qualitätsfeldern“. In jedem Handlungsbereich wird erst der Standard beschrieben und dann ausführlich erklärt, was zu tun ist, um diesen Grundsatz zu erreichen und zu erhalten. Unter anderem sind in den „Qualitätsfeldern“ Selbstbildung, Inklusion, Kinderschutz, Partizipation und Beziehungsgestaltung geregelt. 

Die Einrichtungen sowie die Erzieherinnen haben alle ein Zertifikat der Fachstelle Kinderwelten für Vorteilsbewusste Bildung und Erziehen (VBuE) erhalten, welches als eine Art „Gütesiegel“ steht.

Projekt „Vielfalt als Chance von Anfang an“

Zusammen mit dem Institut für den Situationsansatz (ista) an der Internationalen Akademie Berlin für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA) wurde der Entwurf des Qualitätshandbuchs entwickelt. Pädagogen, Leiter, Trägervertreter, Eltern und Kinder aus Filderstädter Kindertageseinrichtungen waren alle an diesem Prozess beteiligt und durften die Leitlinien mitbestimmen. Die Ziele entsprechen dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten.

Kinder und Eltern sollen wissen: „Jedes Kind, mit jedem Vielfaltsaspekt, egal, was es mitbringt, ist willkommen im Haus und darf von Anfang an an Bildung teilnehmen“, erklärt Bogenschütz-Langanki und spricht damit das Projekt „Vielfalt als Chance von Anfang an!“ an, das eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Handbuchs gespielt hat.

Ein Jahr Testlauf

Die Entwurfsfassung liegt ab sofort in allen 13 städtischen Kindertageseinrichtungen aus und wird über ein Jahr getestet. Danach wird es durch Praxiserfahrung überarbeitet und aktualisiert. Eine endgültige Schlussfassung soll dann bereits am 25. September 2020 fertig sein.

„Das Institut für den Situationsansatz hat uns überall begleitet. Wir sind sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit und den Spaß, den wir dabei hatten“, so Bogenschütz-Langanki. „Auch bedanken wir uns für die Unterstützung der Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung und besonders für die finanzielle Hilfe der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg.“ (rv)