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Landkreis Esslingen hat Zuweisungsquote für Kommunen neu berechnet

Weniger Geflüchtete für Filderstadt

FILDERSTADT. Die Quote, wie viele Geflüchtete Filderstadt 2019 in Anschlussunterbringungen aufnehmen muss, hat der Landkreis Esslingen neu berechnet. Demnach entspannt sich die Lage deutlich - die Zahlen haben sich fast halbiert. Dies hat auch zur Folge, dass bereits verabschiedete Grundsatzbeschlüsse des Gemeinderats für den Bau von Unterkünften wieder aufgehoben werden können. Hiervon betroffen sind die Planungen an der Römerstraße in Plattenhardt sowie an der Nürtinger Straße und Gottlieb-Daimler-Straße in Bernhausen.

Der Hintergrund: In den letzten Monaten hat der internationale Flüchtlingsstrom abgenommen. Die Auswirkungen bekommen auch das Land Baden-Württemberg, der Landkreis Esslingen und die Kommunen zu spüren. Während Filderstadt bisher von einer Aufnahmequote in Sachen Anschlussunterbringungen fürs laufende und kommende Jahr von 224 Menschen mit Fluchterfahrung ausgegangen war, fordert nun der aktualisierte Bescheid aus Esslingen nur noch 117 neue Plätze. Dies hat die Stadtverwaltung in jüngster Gemeinderatssitzung am Montag mitgeteilt.

Die überarbeiteten Zahlen dienen als Grundlage für die künftige Bereitstellung von Wohnraum für Geflüchtete. In den Jahren 2014 bis 2018 wurden Filderstadt insgesamt 750 Menschen in Not (für die Anschlussunterbringung) zugewiesen. Laut Stadtverwaltung sei die „schwierige Aufgabe gut bestanden“ worden. Allerdings bleibe es weiterhin eine „große Herausforderung, die Menschen zu integrieren“.

Ein Rückblick: Von den 227 Geflüchteten, die Filderstadt 2018 aufzunehmen hatte, fanden 183 Personen Platz in einer städtischen Anschlussunterkunft. 44 Menschen kamen direkt in Privatwohnraum unter. Derzeit leben 62 Familien mit Fluchterfahrung (darunter 32 Kinder unter drei Jahren sowie einhundert Kinder/Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren) in der Großen Kreisstadt. 

Die städtische Wohnungs- und Gebäudeverwaltung ist bestrebt, nicht nur im Rahmen des eigenen Bestands Wohnraum zur Verfügung zu stellen, sondern auch private und leerstehende Unterkünfte anzumieten und zu vermitteln. Erklärtes Ziel sei es, so die Filderstädter Verwaltung, die Menschen in dezentralen Wohnungen - über das ganze Stadtgebiet verteilt - unterzubringen. (sk)