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Zum internationalen Gedenktag:

Flagge zeigen gegen „Gewalt an Frauen“

Die Flaggenhissung in Bonlanden... Foto: Silke Köhler

FILDERSTADT. Die Botschaft von TERRE DES FEMMES flattert klar und deutlich im Herbstwind: „Nein zu Gewalt an Frauen – frei leben!“ Mit diesem symbolischen Akt haben vergangene Woche Schüler wie Erwachsene am Bildungszentrum Seefälle in Bonlanden buchstäblich Flagge gezeigt.

Anlass der offiziellen Flaggenhissung war einmal mehr der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, den die Vereinten Nationen 1999 ausgerufen hatten. Hintergrund des Gedenktags ist die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die sich in den 1960-er Jahren in der Dominikanischen Republik gegen den damaligen Diktator zur Wehr gesetzt hatten und später zum Symbol des Widerstands gegen Gewalt an Frauen avancierten.

Zum Veranstaltungsauftakt erinnerte Dr. Susanne Omran, die Leiterin des Referats für Chancengleichheit, Teilhabe und Gesundheit, daran, dass die Zahlen der Opfer von Gewalt – auch in Filderstadt - nach wie vor sehr hoch seien und die misshandelten Mädchen und Frauen ihr Leben lang an den körperlichen wie seelischen Folgen litten. Ihr dringender Appell: „Seid aufmerksam, habt Mut, zeigt Zivilcourage und wehrt Euch gegen jegliche Gewalt!“ Den Worten Omrans schlossen sich auch Oberbürgermeister Christoph Traub, Thomas Dreher, der Leiter der Realschule des Bildungszentrums Seefälle, sowie Polizeidirektor Thomas Pitzinger an. Filderstadts Revierleiter: „80 Prozent der Opfer von Gewalt sind Frauen. Und die Täter sind häufig keine Fremde, sondern immer wieder Väter, Ehemänner, Partner,…“ Gewalt geschehe, so Pitzinger, oft zu Hause – an einem Ort, an dem sich Mädchen und Frauen eigentlich geborgen fühlen müssten. Im vergangenen Jahr wurden Polizeibeamte – allein in Filderstadt – zu 43 Notfällen (von häuslicher Gewalt) gerufen. Und die erschreckende Statistik: „Auch Kinder sind immer wieder davon betroffen“, berichtet Thomas Pitzinger aus seinen langjährigen Erfahrungen. (sk)