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Sonderausstellungen

Osterhase, Ei und Henne. Sammlung Sylvia Schmon

8. März bis 19. April 2020

Vielen Dank an Marius Fischer!

Zur Ausstellung

Die Ausstellung unternimmt eine kleine Zeitreise durch 150 Jahre Osterbrauchtum. 
Die Sammlung besteht aus mehr als 1000 Objekten und zeigt, wie nahe oft Kitsch, Kultur, Kommerz, Brauchtum und Glauben beim Osterfest beieinanderliegen. Zu sehen sind unter anderem Osterhasen, Eier, Spiele, Kinderbücher, farbenfrohe Ostergrüße, Plaste Hasen aus der ehemaligen DDR, Meister Lampe auf Feldpostkarten, als Werbeträger auf Plakaten für allerlei Lebensmittel, z.B. Schokolade und Eierlikör und vieles andere mehr. Das älteste Objekt ist eine Backform aus Ton von ca. 1870.
Auch in kriegerischen Zeiten wurde das Osterfest nicht ausgeblendet – der Osterhase wurde zum Dienst am Vaterland herangezogen und auf Postkarten zum „Feld-Hasen“ degradiert.
Natürlich kommen auch die österlichen Bräuche und ihre Entstehung zu ihrem Recht.
 
www.sylviaschmon.de

Ausstellungen im Rückblick

Ausstellungen 2019

Puppenwelten- aus der Sammlung von Gertrud Hirschmann

29. November 2019 bis 9. Februar 2020
Spielzeug als Weihnachtsgeschenke: So manche Erinnerungen ranken sich um heiß begehrte Spielzeug­wünsche. Dazu zählen in besonderer Weise auch Puppen. Seit der Biedermeierzeit gewann die Puppe im Laufe des 19. Jahrhunderts in bürgerlichen Haushalten immer mehr an Bedeutung.
Im 20. Jahrhundert wurden die Puppen aus Kunststoffzu einem günstigen Massenprodukt, das in keinem Kinderzimmer fehlte.Angesichts des heutigen riesigen Angebots auf dem Spielzeugmarkt erhält die Puppe zunehmend Konkurrenz und scheint inzwischen ein Stück weit auf dem Rückzug zu sein. Ihre Beliebtheit rangiert heute auf Platz drei hinter Computerspielen und Spielzeug zum Bauen.Die Sammlung von Gertrud Hirschmann aus Bernhausen umfasst rund 500 Puppen, die sie alle in ihrer Wohnung aufbewahrt und ausstellt. Seit fast 35 Jahren sammelt sie auf Flohmärkten und Sammlerbörsen Puppen. Ihre besonderen Sammelschwerpunkte sind Puppen der 1920er bis 1950er Jahre.Darunter befinden sich Puppen der Marken Heu­bach Köppelsdorf, Kämmer & Reinhardt oder auch Simon & Halbig u.a. Ihr ältestes Stück datiert aus den 1890er Jahren, ihre größte Puppe stammt aus Holland und misst stolze 80 Zentimeter.

Plattenhardt - Eine Reise durch die Ortsgeschichte in Objekten

17. Mai bis 17. November 2019

Vor 750 Jahren - im Jahr 1269 - wurde Plattenhardt erstmals in einer Urkunde erwähnt. Aus diesem Anlass wird in diesem Jahr das 750-jährige Jubiläum des Stadtteils Plattenhardt gefeiert.

Ob ein Modell des Uhlbergturms, ob alte Vereinspokale oder Vereinsfahnen oder gar die während der Reformation gerettete Heiligenfigur, alle diese Objekte sind Zeugnisse der Ortsgeschichte von Plattenhardt.

Diese Ausstellung stellt die Geschichte Plattenhardts anhand solcher Objekte dar. Hinter jedem Objekt verbirgt sich eine eigene, aber oft unbekannte Geschichte. Die Exponate stammen teils aus dem Fundus des FilderStadtMuseums, ein erheblicher Teil wurde hingegen von Privatleuten dem Museum zur Verfügung gestellt.

Eine Besonderheit sind schließlich Objekte aus der Sammlung des Plattenhardter Lehrers Kurt Spengler und seiner Ehefrau Gertrud. Sie trugen in den 1960er und 1970er Jahren eine kleine private ortsgeschichtliche Sammlung zusammen, die 2018 freundlicherweise zu großen Teilen dem Museum überlassen wurde.

Vom Osterei zum Schmuckei

22. März bis 28. April 2019

Schon immer war das Ei ein Symbol des Lebens. So verwundert es nicht, dass es in vielen Kulturen geachtet, verehrt und verziert und damit auch zu einer Liebesgabe erhoben wurde. Die "Sprache", die Farben, Linien und Muster ganz ohne Worte sprechen, wurde trotz regionaler Unterschiede allgemein verstanden. Nicht jeder bekam zu Ostern eine Liebesgabe, die Leben und Kraft wünschen sollte, und so war auch klar: ein Osterei war nicht hohl. Der Beschenkte schätzte diese Zuwendung und war stolz auf diese Gabe und hielt das bemalte, verzierte Osterei viele Jahre in Ehren.Mit der Zeit trocknete der Inhalt ein. Die Zeitdauer hing von verschiedenen Faktoren ab, wie von der Dichte der Kalkschale, luftige Aufbewahrung und gleichbleibende Temperatur. All das war aber keine Garantie für lange Haltbarkeit und Erinnerung.Und so entstand vor etlichen Jahrzehnten die Gewohntheit, das Ei auszublasen. Und weil nicht jeder geschickt genug war, selbst begehrte kleine Kunstwerke zu schaffen, entwickelten sich die Eiermärkte mit vielen Arten von Verzierung. Zuerst in Anlehnung zu traditionellen Gestaltungen, aber immer freier zu Schmuckeiern und Design-Objekten.

Zur Ausstellung
Die Wendlinger Sammlerin Dietberga Peter zeigt einen Querschnitt aus ihrer Sammlung. In der Ausstellung ist eine breite Palette aus der kulturgeschichtlichen Vielfalt von Ostereiern zu bewundern, seien es Eier der Sorben aus der Lausitz, Eier aus Mähren, die kunstvoll mit Stroh verziert wurden, oder Eier aus der Slowakei, die mit einem feinen Drahtnetz überzogen sind.

Ausstellungen 2018

Zu Bethlehem geboren - Krippendarstellungen aus zwei Jahrhunderten


30. November 2018 bis 3. Februar 2019
Weihnachtskrippen sind ursprünglich eine katholische Tradition. Zu den frühesten Krippen in Süddeutschland zählten die Krippen der bayerischen Herzöge Ende des 16. Jahrhunderts. Der Jesuitenorden, der die pädagogischen Chancen der Krippendarstellung erkannten, sorgte für eine weitere Verbreitung von Weihnachtskrippen. Für die Jesuiten bedeutete die Krippe für das „gemaine volkh däglich grosse andacht“, da sie Heilsgeschehen veranschaulichten.  Im Zuge der Aufklärung Ende des 18. Jahrhunderts war die Darstellung des Heilsgeschehens als „kindischer Tand“ verpönt. Viele Privatleute nahmen daraufhin die wertvollen Krippen in den Kirchen mit nach Hause, dadurch wurden diese Krippen für die Nachwelt erhalten. Dies führte zu einer Hochblüte der Hauskrippen, da bei vielen dadurch der Wunsch nach einer eigenen Krippe geweckt wurde. Im Laufe der Jahrzehnte wandelten sich die Materialien der Krippen und Figuren. An Stelle von geschnitzten Holzkrippen traten Ende des 19. Jahrhunderts traten kostengünstige Papieraufstellkrippen, die in jener Zeit eine große Verbreitung fanden.

Zur Ausstellung
Gezeigt werden Stücke aus der Sammlung von Sylvia Schmon aus Grafenberg. www.sylviaschmon.de
„Zu Betlehem geboren, ist uns ein Kindelein“. Dieser Liedtext von dem Priesters Friederich v. Spee im Jahre 1637 geschrieben, beschreibt sehr treffend, worum es in dieser Ausstellung geht. Sie zeigt verschiedene Darstellungen der Geburt Christi aus zwei  Jahrhunderten. Die Geburt des Jesuskindes, wie sie die Weihnachtskrippen zeigen, ist der ursprüngliche Anlass zum Weihnachtsfest.

Die Zwanziger Jahre auf den Fildern

8. Juni bis 11. November 2018

Vor 100 Jahren – am 9. November 1918 - wurde in Deutschland die Republik ausgerufen, die später die „Weimarer Republik“ bezeichnet wurde. Vielfach blie­ben die Zwanziger Jahre als die Zeit von Inflation und Weltwirtschaftskrise sowie politischer Instabilität in Erinnerung, die schließlich den Aufstieg der Nationalsozialisten ermöglicht.
 
Dennoch waren diese Jahre auch Jahre des Aufbruchs und der Innovation - auch in den Fildern. In den 20er Jahren  fuhren die ersten Motorräder und vereinzelt auch Autos auf den Fildern, damals begann auch der Linienverkehr mit Omnibussen. Ebenso wurde die Elektrifizierung der privaten Haushalte und auch die Versorgung mit Gas (für die Küche) durchgeführt, auch die Zahl der Telefonanschlüsse wuchs. Zudem wurden in jenen Jahren zahlreiche Filderstädter Betriebe gegründet, die bis heute Bestand haben.
Ähnliches gilt für die Gründung zahlreicher Vereine, ob die Musikvereine von Bernhausen, Plattenhardt und Sielmingen, die „Sängerlust Harthausen“ sowie zahlreiche weitere Vereine.
Die Vereine prägten maßgeblich das gesellschaftliche und kulturelle Leben der 20er Jahre. Sie veranstalteten zahlreiche Festzüge, Sport-veranstaltungen, aber auch Konzerte und Theateraufführungen, Sommerfeste, Faschingsfeiern und vieles mehr.
Und schließlich finden sich auch Spuren der Architektur, wie das Fabrikgebäude „Mack & Schneider“, der „Kronen-Saal“ oder die Uhlbergturnhalle in Plattenhardt, beide erbaut im Jahr 1925.
 
Zur Ausstellung
Die Ausstellung zeigt in Bildern und Objekten – größtenteils aus den eigenen Beständen des Museums – die Zeit der Zwanziger Jahre auf den Fildern. Sowohl das Vereinsleben als auch Objekte der Freizeit wie Grammophone, Foto-Apparate und die ersten Radios, aber auch die beginnende Elektrifizierung des Haushalts. Die Ausstellung wurde freundlicherweise durch Leihgaben der EnBW unterstützt.

Nostalgie auf Pappe - Papp-Eier zu Ostern


9. März bis 6. Mai 2018
Seit etwa 1880 wurden Papp-Eier unterschiedlicher Größe hergestellt, um Geschenke aller Art, meist Süßigkeiten, zu verpacken.
Die Nachfrage nach den „Fülleiern“ war in jener Zeit groß, hergestellt wurden sie vor allem in Berlin und Oberfranken. Im Jahr 1894 wurde in Wiesa im Erzgebirge die Feinkartonagenfabrik Nestler gegründet, die neben Schultüten auch Papp-Ostereier zum Befüllen mit Geschenken wie Schmuck oder Süßigkeiten herstellte. 1972 wurde die Firma zwar verstaatlicht, nach der Wende wurde der Betrieb aber von der Familie Nestler wieder neu aufgebaut. Seit 1994 ist die Nestler GmbH der größte Hersteller von Papp-Ostereiern in Deutschland.
Die Herstellung dieser Papp-Ostereier ist ein aufwendiger Vorgang: Am Anfang wird mittels einer Stanzmaschine eine Eiform gezogen, dann die Innenseiten mit Papier ausgelegt und mit kleinen Motiven oder Mustern bedruckt. Die äußere Schauseite ist glänzend lackiert und besteht aus geschnittenem und geklebtem Papier.
Im Laufe der Jahrzehnte wandelten sich die Motive: Zum Osterhasen gesellten sich auch Küken, Lämmer und andere Tiere. Schließlich traten Hasen in heimischen Familienszenen auf, schoben Kinderwagen oder fuhren Motorrad und Rennwagen.
 
Die Ausstellung zeigt rund 150 Exponate aus der Sammlung von Jürgen und Hannelore Pintscher: Eier aus Pappe in allen Größen und Mustern aus der Zeit von 1910 bis in die 1970er Jahre.

Ausstellungen 2017

24 Fenster - die zauberhafte Welt der Adventskalender

1. Dezember 2017 – 4. Februar 2018
In der Adventskalender-Ausstellung werden  gedruckte Exemplare aus den 1920er Jahren bis in unsere Tage gezeigt, mit ganz profanen, aber auch religiösen Motiven, von briefmarkengroß bis XXL: Der Weihnachtsmann bei der Arbeit, pausbäckige Engel in der Backstube oder Kinder beim Schlittschuhlaufen lassen sich hier ebenso finden wie nostalgische Spielzeugläden, festlich geschmückte Weihnachtszimmer oder Krippenszenen aus dem Heiligen Land.
Der Vorläufer des gedruckten Adventskalenders hing in Form eines großen hölzernen Wagenrads im „Rauhen Haus“ in Hamburg. Erstmals 1839 hatte es Johann Hinrich Wichern (1808-1881) mit 24 Kerzen bestücken und im Bethaus des Kinderdorfes aufhängen lassen. Daraus entwickelten sich im Lauf der Zeit sowohl der Ad­ventskranz als auch der – zunächst ausschließlich selbstgebastelte – Adventskalender als Zählhilfe für ungeduldige Kinder.
Gerhard Lang (1881-1974), Pfarrerssohn aus Maulbronn, kannte diesen Brauch aus der eignen Kindheit. Seine Mutter hatte auf ein Stück Karton 24 Wibele aufgenäht, von denen er in der Adventszeit täglich eines wegnehmen und naschen durfte. Als gelernter Buchhändler und Teilhaber einer Kunstdruckanstalt in München hatte Lang 1903 die bahnbrechende Idee, Adventskalender in gedruckter Form, in vielfältigen, phantasiereich gestalteten Ausführungen und in hoher Auflagenzahl herzustellen.
Mittlerweile sind Adventskalender aus der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Sie haben sich für Kinder und Erwachsene und aufgrund ihrer sehr unterschiedlichen, manch­mal kurios anmutenden Varianten, zu einem absoluten Massenartikel entwickelt.
 
Zur Ausstellung
Die Ausstellung zeigt einen bunten Querschnitt der Advents­kalender-Sammlung von Cornelie Hofferbert aus Stuttgart, ergänzt wird sie durch Objekte von Jürgen Pintscher aus Esslingen.

200 Jahre Fahrrad - eine bewegte Geschichte

7. Juli bis 12. November 2017

 Vor 200 Jahren – im Juni 1817 – unternahm Karl Drais in Mannheim seine Probefahrt mit seiner „Laufmaschine“, einem Zweirad, das als Urtyp des heutigen Fahrrads gilt. Der Bernhäuser Wagner Karl Alber (1920-1993) hat eine solche „Draisine“ in den 1980er Jahren originalgetreu nachgebaut. Sicherlich gab es auf den Fildern keine Draisinen, dafür waren sie damals zu teuer. Erst seit 1898 sind Fahrräder in Zeitungsannoncen des Filder-Boten nachweisbar. Fahrräder wurden in jenen Jahren auch für Arbeiter und Landbewohner erschwinglich und entwickelten sich auch auf den Fildern zu einem beliebten Verkehrsmittel, das schnellere Wege zu Arbeit ermöglichte. 1911 und 1913 wurden in Plattenhardt und Bonlanden Radfahrvereine gegründet. Zur selben entstanden mechanische Werkstätten, wo Fahrräder verkauft und repariert wurden.  
 Bis Anfang der 1950er Jahre galt das Fahrrad noch als wichtiges Fortbewegungsmittel, allerdings verlor es dann aber immer mehr an Bedeutung. Seit den 1980er Jahren erlebte es hingegen wieder als Freizeit- und Alltagsfahrzeug zunehmende Beliebtheit.
Seit 1990 betreibt die Stadt Filderstadt in besonderer Weise Fahrrad-Förderung auf den verschiedensten Gebieten. Dazu zählen nicht nur der Ausbau des Radwegenetzes und Beschilderungen, sondern auch vielfältige Formen von Öffentlichkeitsarbeit, um die Menschen zum Umsteigen auf das Fahrrad zu bewegen. Die Koordination für all diese Maßnahmen liegt beim „radhaus“ im Filderstädter Stadtplanungsamt. 
Die Ausstellung zeigt Stationen der allgemeinen sowie der Filderstädter Fahrradgeschichte. Das geschieht u.a. durch Fahrräder aus den Sammlungen des Radladens Feuerbacher, von Siegfried Stahl (Stahl-Rad-Museum), Günther Holweg und dem DRK-Landesmuseum Geislingen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fahrrad-Sammelobjekte aus der Sammlung von Daniela Merela aus Harthausen. 

Ausstellungen 2016

Nussknacker, Spielzeug und mehr. Weihnachtliches aus dem Erzgebirge

25. November 2016 bis 29. Januar 2017
Volkskunst aus dem Erzgebirge zählte für viele als Sinnbild für Weihnachten. Dazu gehören hölzerne, farbig bemalte Weihnachtsengel, Bergleute, Nussknacker oder Schwibbögen. 
Im Erzgebirge, einem Mittelgebirge entlang der Grenze zwischen Sachsen und Tschechien wurde seit dem Mittelalter Erzbergbau betrieben, allerdings erschöpften sich die Minen im Lauf des 18. Jahrhundert immer mehr. Statt dessen stiegen die Bewohner auf die Herstellung von Holz- und Spielwarenproduktion um. 1852 wurde in Seiffen eine Spielwarenfachschule gegründet, Ende des 19. Jahrhundert lebten über zwei Drittel der Seiffener Bevölkerung von der Holz- und Spielwarenherstellung.
Die Ausstellung zeigt eine vielfältige Auswahl von Nussknackern, Bergleuten, Weihnachtsengel oder Schwibbögen aus der Sammlung von Jürgen Pintscher aus Esslingen.

Die Kunst des Sammelns. Filderstädter Sammler präsentieren

3. Juni bis 15. November 2016
Sammeln zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Je nach den individuellen Möglichkeiten werden Spielzeug, Porzellan, Radios oder Postkarten gesammelt. In zahlreichen Tausch- und Sammlerbörsen oder eigenen Zeitschriften sind die Sammler und Sammlerinnen miteinander in Kontakt. So manche Sammelgebiete spiegeln auch ihre eigene Epoche, so waren beispielsweise Telefonkarten in den 90er Jahren ein beliebtes Sammelgebiet.
Diese Ausstellung stellt fünf Sammlerinnen und Sammler vor, eine oder einer stellvertretend für jeden Stadtteil. Puppen von Gertrud Hirschmann (Bernhausen), Elefanten von Heidi Schondorff (Bonlanden), Blauglas von Daniela Merela (Harthausen), Mineralien und Fossilien von Siegried und Marlise Kolb (Plattenhardt) sowie Historisches zum Friseurhandwerk von Mathias Hierholz (Sielmingen)

Tradition und Zier rund um Ostern

26. Februar bis 17. April 2016
Die Ausstellung zeigt einen vielfältigen Querschnitt rund um Ostern aus der Sammlung von Dietberga Peter aus Wendlingen.
Einst gab es den Brauch, dass Paten ihren Patenkindern zu Ostern einen mit Ostermotiven geschmückten "Patenteller" mit Gebäck schenkten. Ebenso waren besondere Speisen zu Ostern nur für den einen Tag gedacht, mit entsprechenden Gefäßen wie Puddingformen, Eierbecher, Geschirr und anderem Tischgerät. Lange bevor Ostern ganz im Zeichen von Zucker- oder Schokohasen stand, gab es schon "süße Ostern": damals wurden Springerle mit Ostermotiven verschenkt.
Natürlich war auch die Dekoration wichtig. So entwickelten sich aufwendige Geschenkverpackungen aus Glas, Porzellan und anderem Material. Die Form der Eier regte zu vielfältigen Produkten an, wie z.B. für Dosen oder Vasen in Ei-Form oder Glaseier aus dem Böhmerwald. Auch Zinnfiguren mit Ostermotiven gab es. Schließlich fanden auch außereuropäische Kunstfertigkeiten Gefallen, wie z.B. in Form von Cloissoné-Eiern.

Ausstellungen 2015

Weihnachten in den 70er Jahren

27. November 2015 – 31. Januar 2016
                                                   
Als Schlusspunkt zum Stadtjubiläum "40 Jahre Filderstadt" zeigt das Museum diese Ausstellung. Im Mittelpunkt steht ein klassisches Wohnzimmer der 70er Jahre zur Weihnachtszeit mit Christbaum, Eisenbahn, Kaufladen und einem Fernseher in der Ecke, und dort laufen Werbefilme mit dem legendären HB-Männchen.
Die Ausstellung stammt vom Elektrotechnischen Museum in Leutkirch, einem Privatmuseum, das die Alltagsgeschichte des 20. Jahrhunderts anhand von Elektrogeräten darstellt. Aus diesem Grund spielen bei dieser Ausstellung auch Elektrogeräte der 70er Jahre eine wichtige Rolle, zumal es damals durchaus üblich war, Elektro-Küchengeräte zu Weihnachten zu verschenken. Das 1998 eröffnete Museum entstand dank der Sammelleidenschaft von Manfred Stör, Inhaber eines Elektrogeschäfts in Leutkirch. Regelmäßig ist das Museum mit Ausstellungen auf Messen präsent, wie z.B. auf der MotoTechnica Augsburg oder der Klassikwelt Bodensee in Friedrichshafen.

Zeitsprünge - Fotos aus Filderstadt zwischen 1975 und 2015

17. September - 15. November 2015
Vor 40 Jahren - am 1. Januar 1975 - schlossen sich unsere fünf Gemeinden zu einer Stadt namens Filderstadt zusammen. In dieser Zeit haben gewaltige Veränderungen stattgefunden. Besonders gravierend waren die Veränderungen in den Ortskernen, viele alte Gebäude sind verschwunden. Bemerkenswert sind aber auch der Bau zahlreicher neuer Wohngebiete, die Ansiedlung zahlreicher neuer Firmen, schließlich aber auch der Bau von Verkehrswegen wie die Bundesstraße B 27 oder der S-Bahn sowie der Ausbau des Flughafens. Die Fotoausstellung zeigt in 70 Bildpaaren historische Fotos aus den 70er Jahren und stellt dem heutigen Zustand gegenüber.

100 Jahre Stublu - die Stuttgarter Blumenfabrik in Bernhausen

17. Mai – 26. Juli 2015
Vor 100 Jahren – in den Jahren 1914/15 – begann im Stuttgarter Westen die „Stuttgarter Blumenfabrik. Seit 1955 befindet sich der Firmensitz in Bernhausen in der Echterdinger Straße.
Die Firma konzentrierte sich seit 1950 auf die Herstellung und den Vertrieb von Kunstblumen. Zum Schwerpunkt wurde ein Sortiment von Dekorations- und Bedarfsartikeln für Bäckereien und Konditoreien. Die Firma zählte schließlich rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit den 1980er Jahren entwickelte sich der einmal im Jahr stattfindende Fabrikverkauf zu einem großen Erfolg. Im Jahr 1999 musste die Firma jedoch ihre Pforten schließen.
 
Die Ausstellung zeigt eine umfangreiche Auswahl dieser Kunstblumen und Dekorationsartikel sowie Dokumente und Fotos der Firmengeschichte.

Biskuit - Zucker - Schokolade. Formen für das Osterfest

Ostern – eine süße Zeit, die vielfach ist geprägt durch Schokolade- und Zuckerhasen. Aus der Sammlung von Jürgen und Hannelore Pintscher ist diesmal eine große Zahl von Formen für Biskuit, Zucker oder Schokolade zu bewundern. Solche Formen wurden seit den 1870er Jahren in unzähligen Variationen hergestellt. Eine gewisse Berühmtheit erlangte in Dresden die Firma Anton Reiche, die Weißblech- und Gussformen für Hasen, Hühner, Eier und vieles mehr herstellte. Sie zählte um 1910 mehr als 1100 Mitarbeiter.
Anlässlich des 100. Jahrestags der Gründung der Stuttgarter Blumenfabrik („Stublu“) 1915 in Stuttgart und (1955 – 1999 in Bernhausen) werden außerdem Produkte dieser Firma gezeigt, zumal sie schwerpunktmäßig Bäckereien und Konditoreien mit Dekorationsmaterial belieferte.

Ausstellungen 2014

Nikoläuse, Weihnachtsmänner - Gabenbringer mit Geschichte

28. November 2014 bis Sonntag, 25. Januar 2015
Die Ausstellung zeigt Weihnachtsmänner aus Pappmaché als Schaufensterdekoration, mal bringt ein 1 Meter großer Weihnachtsmann den Christbau, mal fährt er reich bepackt mit dem Rentierschlitten. Einige dieser Exponate sind teilweise fast 100 Jahre alt. Zu sehen ist auch der Weihnachtsmann als Backform oder auf Keksdosen sowie auf weihnachtlichen Papptellern. Alle Exponate stammen aus der riesigen Sammlung des Ehepaars Jürgen und Hannelore Pintscher aus Esslingen, mit rund 3000 Exponaten ist sie Deutschlands größte Weihnachtsmänner- Sammlung.
Laut der Legende war der Heilige Nikolaus, im 4. Jahrhundert Bischof von Myra, als ein Freund der Kinder. Schon seit dem Mittelalter galt er als Gabenbringer, vor allem für Kinder. Im 19. Jahrhundert setzte sich hingegen der Weihnachtsmann im roten Mantel und mit weißem Bart durch. Heute steht der Weihnachtsmann weltweit - auch in nicht-christlichen Kulturen - für Weihnachten.

Zwischen Heimat und Front. Der Erste Weltkrieg in Filderstadt (2014)

12. Sept. bis 16. November 2014.
Aus Anlass des 100. Jahrestags des Kriegsbeginns 1914 begibt sich diese Ausstellung auf Spurensuche nach dem Kriegsalltag der Menschen auf den Fildern. Ein Aufruf nach Objekten zum Ersten Weltkrieg brachte ein überwältigendes Echo bei der Bevölkerung von Filderstadt. Die Ausstellung zeigt Fotoalben, aber auch gerahmte Erinnerungsfotos, Reservistenkrüge, die Fahnen der Kriegervereine Bernhausen (1898) und Bonlanden (1889), Teile von Uniformen, Militärpässe und vieles mehr.
Die Ausstellung wird ergänzt durch eine Wanderausstellung der Landeszentrale für politische Bildung mit dem Titel: "Der Erste Weltkrieg. Abschiede und Grenzerfahrungen", in welcher der Kriegsalltag in Südwestdeutschland dargestellt ist.

Ostern auf dem Papier. Aus der Sammlung von Dietberga Peter

14. März 2014 bis 11. Mai 2014

In der Ausstellung werden Kinderbücher sowie Glückwunschkarten zu Ostern ausgestellt. Hierbei fällt auf, dass die Tiere vermenschlicht wurden.
Schon vor 1800 wurden Lesefibeln mit Illustrationen für Kinder versehen, um ihnen auf diese Weise das Alphabet näher zu bringen. Daraus entwickelten sich die Bilderbücher.
1865 wurde in Preußen die Postkarte eingeführt. Die ersten Glückwunschkarten zu Ostern erschienen um 1895 und waren wie die Bilderbücher aufwendig gestaltet mit Golddruck, lackiert und geprägt.
Genauso aufwendig und äußerst genau wurden Glanzbilder (Oblaten) hergestellt, die in Stammbücher, Poesiealben oder auch auf Lebkuchen Verwendung fanden. Um 1800 war Wien das Zentrum „anmutiger Zwecklosigkeiten“. Und diese erfreuen die Sammler bis heute.
Schmuckeier vervollständigen die Ausstellung, die Leihgeberin ist Dietberga Peter aus Wendlingen.

Ausstellungen 2013

Gutenhalde Keramik

Mai 2013 - Juli 2013
2012 hatte das Museum als Schenkung eine Sammlung der Gutenhalde-Keramik aus dem Nachlass von Frau Ingeborg Schall, Unteruhldingen, erhalten. Sie hatte von 1947 bis 1952 auf der Gutenhalde gearbeitet. Hier vertrat sie vor allem die Gutenhalde Keramik auf Fachmessen. Durch ihre Arbeit auf der Gutenhalde hatte sie eine beträchtliche Keramik-Sammlung aufgebaut.
Nach ihrem Tod vermachte ihr Sohn Wolfgang Schall die Sammlung dem FilderStadtMuseum. Ein Querschnitt dieser Schenkung wurde in dieser Ausstellung präsentiert.

Früh und spat - hoch zu Rad: 100 Jahre Radfahrverein Edelweiß Bonlanden

14. September 2013 - 26. Januar 2014
Zum 100. Geburtstag des Radfahrvereins "Edelweiß" Bonlanden fand diese Ausstellung zur Geschichte des Fahrrads statt. Sie verlief parallel zu dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt "Radkultur" der Stadt Filderstadt. Der RV Edelweiß unterstützte die Ausstellung mit eigenen Exponaten. Der Großteil der Ausstellungsexponate stammte zwei privaten Sammlungen, darunter von Daniela Merela aus Harthausen. Zur Vernissage wurde ein historischer Fahrrad-Werbefilm aus dem Jahr 1924 aus dem Historischen Filmarchiv Heinz Buschko mit Live-Musik gezeigt.

 

Ausstellungen 2012

Werner Weinmann

21. September 2012 bis 20. Januar 2013
Anlässlich seines 80. Geburtstags zeigt das Museum einen Querschnitt des Lebenswerks von Werner Weinmann (1932-2002). Der aus Plattenhardt stammende Werner Weinmann, von Beruf Malermeister in Bonlanden, besuchte 1952-55 die Freie Kunstschule Stuttgart und war Schüler von Rudolf Müller.
Bekannt wurde er vor allem als künstlerischer Chronist der Filder. Unterwegs mit Staffelei und Palette portraitierte er die noch ländlich wirkenden Dörfer. Heute sind die meisten dieser Ansichten historisch, da ein grundlegender Wandel eingetreten ist. Seine Bilder sind so zu wertvollen Zeugen dieses Wandels geworden.
Darüber hinaus zeigt die Ausstellung die motivische Vielfalt mit Landschafts- und Aktdarstellungen wie auch das breite Spektrum an Techniken des Künstlers, der malte, zeichnete, aquarellierte und zahlreiche Druckgrafiken schuf.

Vom Telegraphen zum Handy. 120 Jahre Telefon in Filderstadt

In Filderstadt begann die Telefongeschichte vor 120 Jahren:
Im Sommer 1892 beantragte die Gemeinde Bernhausen den Anschluss an das Telegrafennetz, 1899 wurden auch in Bonlanden und Plattenhardt Telegrafenanstalten mit Telefonbetrieb eingerichtet. Bei Privatleuten setzte sich das Telefon aber erst langsam durch, am Anfang waren es vor allem Gastwirtschaften, Handwerks- oder Industriebetriebe.

Noch bis Ende der 20-er Jahre mussten sämtliche Gespräche über das "Fräulein vom Amt" vermittelt werden. Erst in jener Zeit wurden Anschlüsse zum Selbstwählbetrieb eingerichtet, aus jener Zeit stammte auch die Zuordnung zu den unterschiedlichen Ortsnetzen nach Stuttgart und Neuhausen.
Die Ausstellungsstücke geben einen Überblick über die Geschichte des Telefons. Sie stammen überwiegend aus dem Museum für Kommunikation Frankfurt, beginnend mit Nachbauten der Apparate von Philipp Reis (1863)und Alexander Bell (1877). Gezeigt werden kostbare frühe Morse-Apparate, großformatige Wandapparate aus der Zeit um Jahr 1900, noch mit Handkurbel und Mikrophon aus der Zeit der "Königlich württembergischen Posten und Telegraphen". Zu sehen sind verschiedene Tisch- und Wandapparate, bereits mit Wählscheibe aus der Zeit zwischen 1905 und 1925, meist in klassischem Schwarz. "Fasse dich kurz" - so forderten Schilder in den Telefonzellen und mahnte Rücksichtnahme auf wartende Fernsprechteilnehmer.

In den 1970-er und 1980-er Jahren erhielten die Telefonapparate vielfältigere Formen - Juxtelefone in Form von Mickey Maus, Cola-Flasche oder Ferrari. Eine weitere Vitrine zeigt das Mobiltelefon und seine Vorläufer.

Ausstellungen 2010

Unter Strom - 100 Jahre Elektrizität in Filderstadt

Am 8. August 1910 schloss die Gemeinde Bernhausen mit den Neckarwerken Esslingen einen Konzessionsvertrag zur Versorgung der Gemeinde mit Elektrizität. Die anderen Stadtteile folgten wenige Jahre später. Die Ausstellung verfolgt die Spuren der Elektrifizierung in jenen Jahren. 

In der Anfangszeit wurde Elektrizität auf dem Land hauptsächlich zur Beleuchtung und in der Landwirtschaft eingesetzt, wie z. B. für Futterschneidmaschinen, Dreschmaschinen oder Milchzentrifugen. Die Ausstellung zeigt historische Elektrogeräte. Zwar wurden viele Haushaltsgeräte bereits vor dem Ersten Weltkrieg erfunden, waren aber noch zu teuer. Vor allem in der Zeit des „Wirtschaftswunders“ nach dem Zweiten Weltkrieg hielten Elektroherd, Staubsauger, Plattenspieler oder Waschmaschine Einzug in privaten Haushalten, bald veränderte die Elektrizität das Alltagsleben vollständig.

Die Ausstellung zeigte Objekte aus den Beständen des Museums sowie aus den Sammlungsbeständen der EnBW.

Österliches mit Blaudruck


Die Ausstellung zeigte Textilien mit Blaudruck, die mit historischen Modeln in Handarbeit durch Georg Stark in Jever/Ostfriesland hergestellt wurden. Er besitzt eine große Sammlung von zum Teil mehrere Jahrhunderte alten Druckstöcken aus Birnbaumholz. Die Ausstellungsstücke wurden von Mary Wiserner aus Bonlanden zur Verfügung gestellt, ergänzt durch österlichen Schmuck aus den Beständen des Museums.

Der Druckvorgang beginnt damit, dass mit den Modeln eine klebrige Masse auf den Stoff aufgedruckt wird, der so genannte Druckpapp, die als schützende Schicht auf dem weißen Tuch wirkt. Jedes Tuch wird Stück für Stück von Hand bedruckt. Anschließend erfolgt die Blaufärbung mit Indigo. Danach wird der anfangs aufgedruckte Papp abgewaschen, die weißen Muster erscheinen auf blauem Grund.

Kontakt

FilderStadtMuseum
Klingenstraße 19
70794 Filderstadt
Telefon (0 71 58) 82 19

Geöffnet sonntags
von 13 bis 17 Uhr, Eintritt frei. 

Aufgrund der aktuellen Situation zur Eindämmung des Coronavirus muss das Museum ab 15. März bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Wir bitten um Verständnis.


Jeden zweiten Sonntag im Monat: Museumscafé, bewirtet vom LandFrauenverein Bonlanden

Sonderführungen können unter Tel. 07158/8219 vereinbart werden.
Anfragen per Mail an stadtarchiv@filderstadt.de