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Kelter

Der Weinberg
In der Oberamtsbeschreibung von 1851 wird der Weinberg wie folgt beschrieben:
"Der Weinbau ist nicht ausgedehnt und wird nur auf ungefähr 36 Morgen am Uhlberg, der früher Rottenberg hieß, betrieben. Die ganz südliche Lage und der rothe Mergelboden eignen sich vorzüglich für die Weinkultur; es werden meist Silvaner, weniger Eibener, Gutedel und Welsche gezogen, die einen guten sogenannte Schill liefern, dessen Preis so hoch als der des Stuttgarter Erzeugnisses stellt."

Geschichte
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts stand dem Staat der "Weinzehnt" zu. Dieser musste nach der Weinlese im Zehnthäuschen, einem 1718 erbauten Anbau der Kelter, den Weinzehnt abliefern.

In der Kelter befand sich ein so genannter "Kelterbaum", eine Weinpresse aus Holz. Für die Benutzung wurde ein Anteil des Weines, der so genannte "Druckwein", fällig. Als 1893 vom Gemeinderat entschieden wurden, den schadhaften Kelterbaum nicht zu reparieren, musste fortan die Weinernte ins Dorf gefahren und dezentral von den Weinbauern selbst in Metallpressen gepresst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Weinbau stark rückläufig, zum einen wegen verschiedener Rebkrankheiten, zum anderen, weil der Arbeitsaufwand in keinem Verhältnis mehr zu den Erträgen stand.
Die Weinbergparzellen wurden nach und nach aufgegeben, ihre terrassierte Anlage lässt sich heute noch gut erkennen. Auch blieb das ein oder andere Wengerthäusle erhalten.

1965 verpachtete die Gemeinde Bonlanden die Kelter an den Schwäwbsichen Albverein Bonlanden von dem sie als Vereinsheim genutzt und im Sommer bewirtschaftet wird.

Der letzte Winzer gab Ende der 1970er Jahre auf.

Übrigens: ist der Weinbau am Uhlberg im FilderStadtMuseum in zahlreichen Objekten dokumentiert.


Nächste Stationen:
Nr. 19a: Wengerttor (an der Kelter)
Nr. 20: Stundenstein, am Kreisverkehr K1275/Hugo-Boss-Straße

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