Ökostrom

Klimaschutz durch den richtigen Stromanbieter

Rund die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms wird noch in Kraftwerken erzeugt, die dabei Kohlendioxid in die Luft blasen. Mit dem einfachen Wechsel auf einen guten Ökostromanbieter kann jeder einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Klar, der Strom kommt aus der Steckdose. Und es macht erst einmal keinen Unterschied, ob man – wie vielleicht der Nachbar – so genannten Ökostrom bezieht oder konventionell in Kohlekraftwerken erzeugten. Der Strom ist der gleiche. Doch den Unterschied für den Klimaschutz macht, wie der Strom, der durch die Leitungen fließt, produziert wird. Und genau hier kann mal als Verbraucher seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten!

Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasser, Sonne und Wind hilft, den Ausstoß an Kohlendioxid zu verringern und dadurch den Klimawandel zu bremsen. Die Stadtverwaltung hat kürzlich komplett auf Ökostrom umgestellt.

Machen Sie es der Stadt gleich! Wechseln Sie zu einem zertifizierten Ökostromtarif und leisten Sie so ohne persönliche Einschränkungen ihren Beitrag zum Klimaschutz – und zwar bestimmt günstiger als Sie denken! Ein lokales Angebot bieten die Filderstadtwerke. Das Besondere: Ein Teil der Einnahmen bleibt in Filderstadt und geht direkt in Projekte für die Förderung der Energiewende vor Ort. Weitere Informationen auf filderstadtwerke.de

Ökostrom, was ist das?

Wenn Strom in Kraftwerken erzeugt wird, die mit Kohle oder Erdgas befeuert werden, dann entsteht dabei Kohlendioxid. 2015 wurden 24 Prozent des Stroms in den besonders schädlichen Braunkohlekraftwerken, kapp über 18 Prozent in den nur unwesentlich klimafreundlicheren Steinkohlekraftwerken und 9,4 Prozent in Erdgaskraftwerken erzeugt. Das bedeutet, dass rund die Hälfte des bei uns verbrauchten Stroms in Kraftwerken produziert wird, die den Klimawandel im wahren Wortsinne befeuern. Kernkraftwerke, die gerade einmal gut 14 Prozent zur Stromversorgung beitragen, setzen zwar direkt kein Kohlendioxid frei, sind aber aufgrund des Beschlusses der Bundesregierung nach der Atomkatastrophe in Fukushima ein Auslaufmodell.

Das kommt aus der Steckdose. Der Deutsche Strommix in 2015
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und liegt zurzeit bei etwas über 30 Prozent. Wasserkraftwerke produzieren seit Jahrzehnten laufend Strom, ihr Potenzial ist jedoch weitgehend erschöpft. Dass immer mehr umweltfreundlich und nachhaltig erzeugter Strom durch das Netz fließt, liegt am starken Ausbau von Fotovoltaikanlagen und Windkraftwerken. Der durchschnittliche Drei-Personen-Haushalt erspart sich und der Umwelt immer rund 820 Kilogramm Kohlendioxid, wenn er auf regenerativ produzierten Strom umsteigt.
 
Verbraucher hat Einfluss
Mit der Wahl seines Stromanbieters, des gewünschten Tarifes und der Art der Energieerzeugung kann jeder dazu beitragen, dass der Anteil von Braunkohle, Steinkohle und Erdgas sowie der Kernenergie in Zukunft weiter zurückgeht. Denn je mehr Verbraucher sich für umweltfreundlich erzeugten Strom entscheiden, desto eher wird dieser von den kleinen und auch großen Stromversorgern erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Denn wie überall regelt die Nachfrage das Angebot. Nicht umsonst gibt es mittlerweile rund 800 Ökostromanbieter (Stand 2015, Quelle Agentur für Erneuerbare Energien) Doch Achtung: Die Unterschiede auch zwischen den Ökostromanbietern sind groß! Wichtig ist, einen Anbieter zu wählen, der bereits jetzt in die Zukunft der erneuerbaren Energien investiert – also in Wasser, Sonne, Wind und Biomasse. Ökostrom ist auch nicht gleich Ökostrom.

Kontakt

Umweltschutzreferat
Uhlbergstraße 33
70794 Filderstadt
Telefon (07 11) 70 03-6 48
Fax (07 11) 70 03-77 93
Frau Dr. Kostrewa

Klimaschutzmanagerin

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