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Der igelfreundliche Garten

Bevor wir Ihnen einige Tipps für einen igelfreundlichen Garten präsentieren, wollen wir Ihnen zuerst noch den Igel steckbrieflich vorstellen:

"Wanted: Der Ritter im Stachelharnisch" (134,6 KB)

Igelfreundlicher Garten

Zwei Igel überwintern im selbstgebauten Igelunterschlupf

Zwei Igel im selbst gebauten Igelunterschlupf

Bereits vor Einbruch der Dämmerung gehen jetzt wieder die Igel auf Pirsch: Damit sie sich in Ihrem Garten besonders wohlfühlen können, haben wir Ihnen ein paar Tipps für den igelfreundlichen Garten zusammengestellt.

  • Verzichten Sie auf den Einsatz von chemischen Mitteln und Giften gegen Schädlinge: Igel, Vögel und andere Kleintiere fressen zum Beispiel vergiftete Schnecken und Insekten und werden dadurch ebenfalls vergiftet.
  • Igel bevorzugen als Unterschlupf gerne Hecken, Gebüsche, Reisig-, Laub- und Komposthaufen, Gartenhäuschen oder Schuppen sowie Hohlräume unter Holzstapeln oder Steinen. Daher sollten Sie beim Umsetzen Ihres Komposthaufens vorsichtig mit der Gabel einstechen, um keinen Igel zu verletzen. Reisighaufen zählen übrigens ebenfalls zu den Topfavoriten eines Igelbungalows.
  • Wenn Sie einen kleinen Garten ohne Kompost-, Laub- oder Reisighaufen besitzen, können Sie auch einen Igelunterschlupf selbst bauen. Siehe Bild unten. Bauanleitungen finden Sie im Internet.
  • Rasenmäher verursachen schwere, oft tödliche Verletzungen. Nicht selten wird einem Igel ein Bein abgetrennt. Bitte überzeugen Sie sich vor dem Mähen unter Büschen und Hecken, dass dort kein Igel liegt. Oder Sie benutzen einen Handrasenmäher zum Mähen der Wege.
  • Öffnen Sie bei Gartenzäunen Durchschlüpfe.
  • Pflanzen Sie heimische Sträucher und Gehölze in Ihrem Garten, da diese Lebensraum und Lebensgrundlage für viele Insekten, Vögel und Kleinsäuger bieten.
  • Falls Sie Ihre herabfallenden Blätter im Herbst in Laubtüten verstauen, müssen Sie mit Ihren neugiergen "Gartenuntermietern" rechnen: Auf Futtersuche krabbeln sie in die Säcke und ersticken oder werden von der Müllabfuhr abtransportiert. 
  • Leere Büchsen, Joghurtbecher und Konservendosen sollten tunlichst nicht in Ihrem Garten zu finden sein, denn Igel stecken ihre "neugierigen Nasen" auch in diese Behältnisse. Leider erweisen sich zum Beispiel alte Joghurtbecher als tödliche Falle, da der Igel nach dem Hineinkriechen nicht mehr heraus kann - seine Stacheln wirken als Widerhaken, der Igel bleibt stecken und verhungert oder erstickt.
  • Sollten Sie einen Gartenteich Ihr Eigen nennen, sichern Sie diesen bitte gegen hineinfallende Igel ab: Hier hilft schon eine Ausstiegshilfe ("Hühnerleiter" oder Maschendraht) oder eine Rettungsinsel (Stein in der Mitte).
  • Lichtschächte und Regentonnen sollten Sie ebenfalls sichern bzw. täglich kontrollieren.

Erstversorgung eines Igels

Ein Igelunterschlupf wird gebaut

Zusammenbau des Igelunterschlupfs

Grundsätzlich gilt:Igel dürfen niemals Milch zu trinken bekommen, denn davon bekommen sie Durchfall, der tödlich für sie sein kann. Stattdessen können Sie abends eine Schale mit frischem Wasser aufstellen.

Auch niemals Reste von Ihrem Tisch füttern: Nichts Gebratenes, Gewürztes, keine Wurst oder Fischkonserven sowie keine Butterbrote usw. dem Igel hinstellen!

Wenn Sie ihn im Frühjahr oder Herbst etwas unterstützen und zufüttern möchten, dann können Sie ihm Hunde- oder Katzendosenfutter servieren.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude mit Ihrem Igel.

Quellen:
BLV Tier- und Pflanzenführer für unterwegs: BLV Verlagsgesellschaft mbh
BLV Naturführer: Säugetiere sowie Lurche und Kriechtiere, BLV Verlagsgesellschaft mbH
Herr M. Chinery: Naturschutz beginnt im Garten, O. Maier Verlag Ravensburg
Herr A. Oberholzer, Frau L. Lässer: Ein Garten für Tiere, E. Ulmer Verlag Stuttgart
Herr R. L. Schreiber (Herausgeber): Tiere auf Wohnungssuche, pro natur-Buch im deutschen Landwirtschaftsverlag
NABU Info: Igel und Igelschutz

www.nabu.de

www.pro-igel.de

www.wikipedia.de

Kontakt

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Uhlbergstraße 33
70794 Filderstadt
Telefon (07 11) 70 03-6 48
Fax (07 11) 70 03-77 93

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