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Eduard Mörike

Der schwäbische Dichter Eduard Mörike war vom 19. Mai bis zum 13. Dezember 1829 Pfarrvikar in Plattenhardt.


Er stöhnte zwar über den Kirchendienst, über alle diese "entsetzlichen Kirchenbücher, Konventsgeschichten, Kassenrechnungen usw.", laut den überlieferten Unterlagen im Pfarr- und Stadtarchiv führte er jedoch seine Amtsgeschäfte sehr sorgfältig. Ende 1829 wechselte er nach Owen/Teck.

In Plattenhardt verlobte er sich mit Luise Rau, der Tochter seines verstorbenen Vorgängers. Seine Plattenhardter Zeit nannte Mörike "die bedeutungsvollste seines Lebens." Insgesamt 69 Briefe an seine Braut sowie eine Reihe von Gedichten haben sich erhalten. Dennoch ging die Beziehung in die Brüche: Im Jahr 1833 - Mörike war inzwischen in Ochsenwang -wurde das Verlöbnis gelöst.
Auch wenn Mörikes Aufenthalt in Plattenhardt nur von kurzer Dauer war, so erwies er sich aber für die deutschsprachige Literatur als von umso größerer Bedeutung.
 
Literatur:
Kristin Rheinwald: Eduard Mörikes Briefe.
Werkstatt der Poesie. Stuttgart 1994.

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