Jetzt unterm Dach der Bürgerstiftung Filderstadt:
Warentauschtag wird am 7. März „wiederbelebt“
FILDERSTADT. Der beliebte Warentauschtag wird „wiederbelebt“ – der Bürgerstiftung Filderstadt sei Dank! Am 7. März 2026 erlebt dieses Angebot von Bürger*innen für Bürger*innen in der Weilerhauhalle in Plattenhardt ein Revival. Das Motto: Bringen – Schauen – Mitnehmen!
Ein Blick in die Zukunft erfordert zunächst eine Rückschau: Über viele Jahre war der Filderstädter Warentauschtag insbesondere mit einem Namen verbunden: Johannes Jauch. Der Initiator und Leiter hat sich aus Altersgründen zum Jahreswechsel zurückgezogen. Die Suche nach einer Nachfolge gestaltete sich als nicht einfach. Dank des Einsatzes der Bürgerstiftung gibt es nun doch noch ein Happy End! Eine geschätzte Tradition kann fortgesetzt werden.
„Mit der Integration des Warentauschtags in unsere Projektstruktur wird eine bewährte Initiative mit hoher Akzeptanz in der Bevölkerung gesichert“, erklärt Dr. Wolfgang Herb, der Vorsitzende der Bürgerstiftung Filderstadt. Ziel sei es, das Angebot langfristig organisatorisch stabil aufzustellen und weiterzuentwickeln. Herb fährt fort: „Nachhaltigkeit, bürgerschaftliches Engagement und Gemeinwohlförderung sind zentrale Handlungsfelder der Stiftung – der Warentauschtag ergänzt diese in idealer Weise.“
Dank an „Mister Warentauschtag“
Neben dem ökologischen Nutzen schaffe das viel genutzte Angebot, so Wolfgang Herb, Begegnung und Austausch zwischen den Menschen und stelle ein Beispiel dar, wie gemeinschaftliches Handeln unmittelbar vor Ort Wirkung entfalte. Die Leitung des Warentauschtags hat zum 1. Januar 2026 Anne Cless von der Bürgerstiftung übernommen. Beide danken Johannes Jauch für sein langjähriges engagiertes Wirken.
Der Wertschätzung von „Mister Warentauschtag“ schließt sich auch Oberbürgermeister Christoph Traub an: „Dieses Angebot war und ist ein wichtiges Element in Filderstadt für Nachhaltigkeit und Bürgerengagement. Die Tauschbörse wurde – dank Johannes Jauch – zum Selbstläufer. Wäre der Warentauschtag verloren gegangen, hätte dies einen absoluten Verlust für unsere Stadt und die Menschen bedeutet.“
Nachfolgerin: Anne Cless
Anne Cless freut sich über ihre neue Aufgabe aber auch über die Tatsache, dass „das bisherige Team, das in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet hat, weiter an Bord bleibt.“ Ohne die ehrenamtlichen Helfenden wäre eine Veranstaltung wie der Warentauschtag für durchschnittlich 300 bis 500 Menschen nicht zu stemmen. Sind weitere Freiwillige willkommen? „Ja, es werden immer Leute gesucht, die gerne mitanpacken“, sagt die organisatorische Leiterin. Ihre Kontaktdaten lauten: Anne.Cless@web.de (E-Mail) oder 0711/4896590 (Telefon). Einfach melden und mithelfen! Für die beiden Samstagschichten am 7. März (von 8.30 bis 11 Uhr und zwischen 11 und 14 Uhr) werden noch Ehrenamtliche gesucht.
Da Müllvermeidung, Ressourcenschonung, gelebte Nachhaltigkeit und Wiederverwertung von Gebrauchtem zu den Zielen des Warentauschtags gehörten, stehe – so Anne Cless – das kostenlose Angebot allen Menschen in der Stadt offen – insbesondere Bürger*innen mit einem kleineren Geldbeutel. Ihre klare Ansage: Gewerbemäßige Händler seien jedoch vor Ort nicht erwünscht.
Devise: „Bringen – Schauen – Mitnehmen“
Der Warentauschtag steht unter der Devise: „Bringen – Schauen – Mitnehmen“. Es können Gegenstände „nur“ gebracht oder auch „nur“ mitgenommen werden. Die „Anlieferung“ erfolgt am 6. März im Zeitfenster von 17 bis 20 Uhr. Abgeholt werden können die Waren am 7. März zwischen 9 und 12 Uhr (am Samstag ist keine Annahme von Gegenständen mehr möglich). Neben dem „Bummel“ durch die Weilerhauhalle lädt Anne Cless auch zu einem Abstecher ins dortige Café ein. Sie bittet alle Spendenden, die Ware in Kartons, Taschen oder (Plastik-) Säcken mitzubringen. Zum einen würden die Gegenstände erst später auf den Tischen verteilt; zum anderen könnten die Behältnisse dann am nächsten Tag bei der Ausgabe erneut verwendet werden.
Eines stellt Anne Cless unmissverständlich klar: „Die goldene Regel des Tauschtags lautet: Die Waren müssen gut erhalten, sauber und funktionstüchtig sein.“ Dieses öffentliche Angebot sei keine Gelegenheit, seinen (Sperr-)Müll zu entsorgen! Gegenstände, die liegenblieben, würden zum Großteil entsorgt werden. Jetzt schon einmal vormerken: Der zweite Filderstädter Warentauschtag in diesem Jahr findet am 17. Oktober statt.
Waren, die abgegeben werden können:
- Haushaltswaren
- Geschirr
- Glaswaren
- Küchengeräte
- Kochtöpfe
- Spielzeug
- Taschen
- Körbe
- Koffer
- Kleinstmöbel
- Werkzeug
- Bastelbedarf
- Dekoartikel
- Bücher
- Spiele
- Inliner
- CDs
- Schalplatten
- DVDs
- Kleine Elektrogeräte
- Kleidung und Schuhe für Erwachsene,…
Waren, die nicht erlaubt sind:
- Skikleidung
- Skibedarf
- Babyartikel und Kleinkinderkleidung (hierzu gibt es verschiedene Basare in Filderstadt)
- verschmutzte und beschädigte Gegenstände sowie Kleidung
- große Gegenstände wie Möbel, Teppiche und große Elektrogeräte
- sehr alte Elektro- und Elektronikgeräte (vor allem keine alten Bildschirme und Drucker)
- Autoreifen
- Bestecke, Messer, Scheren,… bei denen Verletzungsgefahr besteht
ACHTUNG: Große Gegenstände und Möbel können auf einer Pinwand (mit der Adresse des Schenkenden) angeboten werden! (sk)