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Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Oberbürgermeister Christoph Traub

„Frieden kannst du nur haben, wenn du Frieden gibst.“

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)

Liebe Filderstädterinnen, liebe Filderstädter,

Frieden. Das Wort Frieden ließe sich als Überschrift, Rückblick, Verlorengegangenes und dennoch als Hoffnung über das Jahr 2022 schreiben. Mit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine, dem Konflikt im Iran, den Krisenherden in anderen Teilen der Welt, scheint uns der Frieden abhanden zu kommen.

Und dennoch: das Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach stellt in Aussicht, dass Frieden zu haben ist. Aber wie, wenn wir inmitten all des Unfriedens und der Auseinandersetzungen stehen?

Das fragen wir uns zurecht, auch und gerade im Zusammenhang mit dem Weihnachtsfest, das Christen an den Tagen vom 24. bis 26. Dezember feiern. Tönt doch gerade in dieser Zeit aus vielen Lautsprechern der Teil des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach, in dem der „Friede auf Erden“ von den Engeln besungen wird.

Gleich ob und welcher Religion wir uns zugehörig fühlen: Würden Machthaber, die sich nicht dem Weltfrieden und den Menschenrechten verpflichtet fühlen, dafür zur Rechenschaft gezogen, wäre das wunderbar. „Friede auf Erden“ - lässt sich der so einfach haben? Haben wir überhaupt eine Sehnsucht nach Frieden, wenn wir ihn „selber geben“ müssen, wie Marie von Ebner-Eschenbach es schreibt. Sie spricht von Frieden geben als Voraussetzung, wir würden heute vielleicht die Formulierung „Frieden stiften“ verwenden.

Die Wirkung von Frieden geben oder stiften, ist aber leider nicht sofort Frieden allüberall zu haben. Schon gar nicht, wenn sich der Unfrieden an anderen Orten und in anderen Ländern abspielt. Wie sollen wir als scheinbar Unbeteiligte des Weltgeschehens Frieden geben können?

Aber nein, das ist kein Grund zur Resignation, schon gar keiner zum Aufgeben. Denn Frieden geben heißt auch, ihn im eigenen zu bewahren, ihn zu pflegen und im eigenen Umfeld konstruktiv zu erstreiten. Wir hören und erleben täglich, wie die Polarisierung in unserer Gesellschaft zugenommen hat und weiter zunimmt. Extreme Positionen nehmen zu, Anfeindungen werden direkter und Haltungen unversöhnlicher.

Wie friedlich ist Weihnachten 2022 denn wirklich? Und wo können wir selbst dem Unfrieden entgegentreten, also Frieden stiften? Der weihnachtlich besungene „Friede auf Erden“ beginnt stets auch bei jedem und jeder selbst.

Und: „Friede auf Erden“ gilt allen Menschen - gleich welcher Religion, egal in welcher Position und unabhängig der Herkunft. Es sind zumeist kleine Schritte, die auf den Weg des Friedens führen. Aber kein Schritt ist zu klein, ihn nicht zu gehen. Machen wir uns weiter auf den Weg!

Ihnen allen, Ihren Familien und Ihren Nächsten wünsche ich frohe Weihnachten sowie besinnliche und friedvolle Feiertage. Für den Jahreswechsel wünsche ich Ihnen Zuversicht, verbunden mit der Hoffnung auf Frieden im Großen wie im Kleinen sowie für 2023 ein gutes, gesundes und gesegnetes Jahr.

Ihr Oberbürgermeister Christoph Traub

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